München: Bayern dementiert Interesse an Manchester Citys Rodri

Kein Kontakt zu Rodri im Sommer
Der FC Bayern München hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Verein in diesem Sommer Kontakt zu Rodri, dem Mittelfeldstar von Manchester City, aufgenommen habe. Entgegen anderslautender Gerüchte gab es laut Informationen von Transferexperte Christian Falk keine Verhandlungen zwischen den Münchnern und dem Management des Spielers. Falk zufolge haben die Bayern-Bosse bestätigt, dass in diesem Sommer kein Interesse an Rodri bestand.
Spanische Medien hatten zuvor spekuliert, der Rekordmeister habe heimlich an einer Verpflichtung gearbeitet oder Manchester City habe Rodri aktiv in München angeboten, um einen Wechsel zu Real Madrid zu verhindern. Diese Darstellungen wurden jedoch von Quellen in München dementiert.
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Gründe gegen einen Transfer
Ein Transfer von Rodri würde nach Einschätzung von Falk derzeit nicht zur Strategie des FC Bayern passen. Der Verein sieht sich im defensiven Mittelfeld gut aufgestellt, unter anderem mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic, dessen Entwicklung weiter gefördert werden soll. Auch Tom Bischof und Bara Ndiaye stehen als Backups zur Verfügung.
Ein weiterer Aspekt sind die hohen Kosten. Manchester City soll eine Ablösesumme von rund 75 Millionen Euro fordern, während Real Madrid angeblich etwa 60 Millionen Euro geboten haben soll. Einem Bericht zufolge soll Manchester City eine 45-Millionen-Euro-Offerte für den 30-Jährigen abgelehnt haben und angeblich 80 Millionen Euro Ablöse fordern. Die Gehälter und Beraterhonorare, die bei einem solchen Transfer anfallen würden, werden von den Bayern-Bossen als problematisch angesehen.
Jan-Christian Dreesen, der CEO des FC Bayern, betonte Ende August die Kadergestaltung des Rekordmeisters. Er sprach von einem Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Erdverbundenheit, Traditionen und sportlichem Anspruch. Dreesen erklärte, dass der Klub finanziell gesund bleiben und seine Werte pflegen soll. Ein Transfer von Rodri, der ein Mega-Gehalt erhalten würde, das sogar das von Harry Kane übersteigen könnte, würde nicht in dieses Bild passen.
Dreesen hob hervor, dass der FC Bayern maximalen sportlichen Erfolg anstrebe, aber nicht um jeden Preis. Er verwies auf die Balance zwischen sportlichem Anspruch und wirtschaftlicher Disziplin. Die Ablösesumme allein wäre für den FC Bayern nicht das größte Problem, sondern vielmehr die Gehälter und Beraterhonorare. Die Aufsichtsräte Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kritisieren seit Längerem die hohen Auswüchse in diesem Bereich.
Dreesen erläuterte, dass Transfersummen im Zyklus zwischen den Klubs bleiben, während die Gehälter in England differenzierter seien und nicht so hoch, wie oft angenommen. Die Entscheidung, sich aus dem Poker um Rodri herauszuhalten, war demnach keine spontane Entscheidung, sondern eine logische Konsequenz der aktuellen Strategie des Vereins.
Historisches Interesse und aktuelle Entwicklungen
Obwohl es in diesem Sommer kein konkretes Interesse gab, ist Rodri für die Bayern kein gänzlich unbekannter Spieler. Bereits im Jahr 2019 hatte sich der Rekordmeister intensiv mit Rodri beschäftigt. Damals gab es sogar geheime Treffen mit Atlético Madrid. Letztendlich fehlte den Münchnern jedoch das nötige Geld, da sie sich stattdessen für Lucas Hernández entschieden. Dies wird als „besonders bitter“ für die Bayern beschrieben, da sie diesen Transfer damals verpassten.
Aktuell scheint Rodri eine Rückkehr nach Spanien in Betracht zu ziehen. Sein Berater Pablo Barquero verkündete in spanischen Medien, dass sich der Welt- und Europameister für einen Wechsel von Manchester City zum FC Barcelona entschieden habe. Dies wäre eine überraschende Wendung, da Real Madrid lange Zeit als Favorit galt.
Der Grund für die Entscheidung zugunsten von Barcelona soll das Gehalt sein. Barca sei bereit, Rodri 30 Millionen Euro brutto pro Jahr zu zahlen, während das Angebot der Madrilenen deutlich darunter lag. Laut katalanischen Medien soll Hansi Flick, der deutsche Trainer von Barcelona, Rodri in einem Telefongespräch von dem Wechsel überzeugt haben. Eine Einigung zwischen Barcelona und Manchester City steht jedoch noch aus.
Die Münchner haben mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari ihre Suche nach neuen Spielern abgeschlossen und sind nicht mehr auf der Suche nach einem spanischen Welt- und Europameister.
Source: sportbild.bild.de