England und Wales ziehen Unterstützung für Infantino zurück

Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst. Der englische Fußballverband (FA) bereitet Berichten zufolge ein Schreiben vor, um Infantino die Unterstützung für seine Wiederwahl zu entziehen. Zuvor hatte bereits der walisische Fußballverband (FAW) seine Unterstützung für Infantinos Kandidatur öffentlich zurückgezogen.
Der FAW begründete seine Entscheidung mit Defiziten in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen. Der Verband erklärte, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren habe, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen. Der Entzug der Unterstützung für die Kandidatur Infantinos für die Amtszeit von 2027 bis 2031 wurde der FIFA auch schriftlich mitgeteilt. Der FAW betonte, dass das Wohl des Fußballs nicht an erster Stelle stehe, was nicht akzeptabel sei.
Casino Boni
100% bis zu 500€ + 200 Freispiele
- Willkommenspaket bis zu 1.500€
- 10% wöchentliches Cashback



100% bis zu 750€ + 150 Freispiele
- Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
- 25% Reload-Bonus jeden Montag



150% bis zu 300€ + 100 Freispiele
- Willkommensbonus bis zu 1.000€
- 50 Freispiele jeden Freitag
Infantino, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht, hatte zuvor Pläne zurückgezogen, die den potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der FIFA, beispielsweise an der Weltmeisterschaft, vorsahen, um eine Milliardensumme einzunehmen. Diese Pläne stießen weltweit auf Entsetzen, und die UEFA kritisierte den Schweizer scharf. Nach massivem Widerstand gab der FIFA-Boss schließlich nach.
Rechtliche Schritte der UEFA
Die UEFA droht Gianni Infantino mit rechtlichen Schritten. Mehreren Medienberichten zufolge hat die UEFA den FIFA-Präsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem gescheiterten Vorhaben, Teile der Weltmeisterschaften zu kommerzialisieren, nicht zu vernichten. Entsprechende Schreiben gingen demnach auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der eine Schlüsselrolle bei dem Projekt einnehmen sollte.
Die UEFA prüft aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden. Diese beziehen sich auf den von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan sowie alle damit zusammenhängenden Angelegenheiten. Der FFE-Plan sah vor, dass Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben könnten, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war.
Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt. Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen. Die UEFA warnte den Weltverband davor, mit dem Plan für das FIFA Forward Enterprise-Programm zusammenhängendes Material zu vernichten und betonte die Pflicht, alle relevanten Unterlagen sofort aufzubewahren.
Wahlen und mögliche Herausforderer
Im kommenden Jahr stehen Wahlen an. Am 18. März 2027 möchte sich Infantino in Rabat, Marokko, auf dem 77. FIFA-Kongress ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Vier Namen werden bereits als mögliche Herausforderer gehandelt: UEFA-Boss Aleksander Ceferin, der asiatische Verbands-Boss Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa, Victor Montagliani, Präsident des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf, und Mattias Grafström, FIFA-Generalsekretär.
Es könnte jedoch auch schon früher zu einer Entscheidung kommen. Wenn 43 der 211 FIFA-Mitglieder einen außerordentlichen Kongress beantragen und die Mehrheit für ein Misstrauensvotum gegen Infantino erreicht wird, könnte er bereits vor der regulären Wahl im März 2027 sein Amt verlieren. Die UEFA hatte sich federführend gegen den Plan von Infantino gewehrt und mit einem Boykott der Weltmeisterschaften gedroht. Der Verband von Nord- und Mittelamerika CONCACAF sowie der asiatische Verband AFC schlossen sich dem Protest an.
In einem Brief der UEFA wird zitiert, dass die UEFA – ebenso wie andere Konföderationen, FIFA-Mitgliedsverbände und Akteure des Fußballs – den Plan der FFE auf das Schärfste verurteilt hat, da er mit der ordnungsgemäßen Führung des Fußballs grundlegend unvereinbar sei. Die UEFA nannte im Zuge der Aufforderung neben Infantino selbst auch FIFA-Persönlichkeiten wie Arsène Wenger, den Leiter der FIFA-Abteilung für globale Fußballentwicklung, den Generalsekretär Mattias Grafström und Kevin Lamour, den Chief Operating Officer.
Read Also
Source: bild.de