München: FC Bayern verlängert Verträge von Dreesen und Eberl bis 2029

Entscheidung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat die Verträge von Jan-Christian Dreesen als Vorstandsvorsitzendem und Max Eberl als Sportvorstand verlängert. Beide Kontrakte laufen nun bis zum 30. Juni 2029. Diese Entscheidung wurde am Dienstagabend nach einer turnusmäßigen Sitzung des Gremiums bekannt gegeben.
Die Verlängerungen unterstreichen das Vertrauen des Vereins in Kontinuität und Stabilität auf der Führungsebene, insbesondere angesichts der Entwicklungen der vergangenen Jahre. Der FC Bayern setzt darauf, seine Spitzenposition in Europa sowohl sportlich als auch wirtschaftlich weiter auszubauen.
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Herbert Hainer, der Aufsichtsratsvorsitzende, äußerte sich positiv über die Zusammensetzung des Vorstands, zu dem neben Dreesen und Eberl auch Rouven Kasper gehört. Hainer betonte, dass der Vorstand hervorragend aufgestellt sei, um die Ziele des Vereins zu erreichen.
Hintergrund der Vertragsverlängerungen
Die Sitzung des Aufsichtsrats fand in einer der Stadion-Logen der Allianz Arena statt. Max Eberl traf um 16.03 Uhr am VIP-Bereich ein. Zu den anwesenden Entscheidern gehörten neben Herbert Hainer, der bereits um 15.34 Uhr eintraf, auch Uli Hoeneß, der um 15.36 Uhr an der Arena ankam. Karl-Heinz Rummenigge nahm per Videoschalte an der Sitzung teil, da er sich im Urlaub auf Sylt befand.
Die Verlängerung von Max Eberls Vertrag war ein zentrales Thema. Sein ursprünglicher Vertrag wäre im Sommer 2027 ausgelaufen. Auch der Vertrag von Jan-Christian Dreesen, der seit Ende Mai 2023 Vorstandschef ist, wäre bis Sommer 2027 gültig gewesen.
Bereits im Juli hatte Uli Hoeneß am Tegernsee die Chancen auf eine Vertragsverlängerung für Eberl auf „100 Prozent“ beziffert, nachdem er sich zuvor für eine frühere Aussage entschuldigt hatte, in der er die Chancen noch bei „60:40“ gesehen hatte.
Eberls Rolle und Beitrag
Max Eberl selbst bezeichnete den FC Bayern als eine Herzensangelegenheit, die ihn seit seiner Jugend begleitet. Er betonte sein Anliegen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und sich für den sportlichen Erfolg der gesamten FC-Bayern-Familie einzubringen. Das Vertrauen des Aufsichtsrats sei ein wertvolles Zeichen, über das er sich sehr freue.
Seit seinem Amtsantritt im März 2024 hat sich die Stimmungslage bezüglich Eberls Arbeit positiv entwickelt. Die Transfers von Spielern wie Michael Olise und Luis Diaz werden ihm zugeschrieben. Auch die Verpflichtung von Trainer Vincent Kompany erfolgte unter seiner Ägide. Zuletzt wurden mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari vielversprechende Spieler nach München geholt.
Experten sehen die Arbeit von Eberl und Sportdirektor Christoph Freund als erfolgreich an. Trotz anfänglicher kritischer Betrachtungen einiger Entscheidungen, wie der Nicht-Verkäufe von Joao Palhinha und Bryan Zaragoza, hat sich die Wahrnehmung gewandelt. Auch die Trennung von Thomas Müller, die kommunikationstechnisch als unglücklich galt, führte zur Streichung von Großverdienern wie Müller, Leroy Sané und Leon Goretzka von der Gehaltsliste, was ebenfalls als positiver Aspekt gewertet wird.
Die Vertragsverlängerungen mit Dayot Upamecano, Alphonso Davies, Jamal Musiala und Joshua Kimmich waren mit erheblichen Kosten verbunden. Dennoch wird Eberls verbesserte Kommunikation und sein Auftreten seit der Causa Müller positiv hervorgehoben.
Source: bild.de