Fifa-Präsidentschaft: Infantinos Herausforderer und mögliche Sturzpläne

Widerstand gegen Infantino wächst
Der Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino nimmt zu, nachdem mehrere Medien über mögliche Pläne zu seiner Ablösung berichtet haben. Die Uefa hat Infantino offiziell das Vertrauen entzogen und fordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dies geschieht, nachdem die Fifa Pläne zum Teilverkauf der Weltmeisterschaft an eine Investorengruppe zurückgezogen hat.
Die nationalen Verbände von Wales und England haben ihre Unterstützung für eine Wiederwahl Infantinos zurückgezogen. Der walisische Fußballverband FAW informierte die Fifa über diesen Schritt und erklärte, Infantinos Kandidatur für die Amtszeit von 2027 bis 2031 nicht länger zu unterstützen. Kurz darauf folgte der englische Verband, der laut Berichten ebenfalls ein entsprechendes Schreiben an Infantino senden wird.
Casino Boni
100% bis zu 500€ + 200 Freispiele
- Willkommenspaket bis zu 1.500€
- 10% wöchentliches Cashback



100% bis zu 750€ + 150 Freispiele
- Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
- 25% Reload-Bonus jeden Montag



150% bis zu 300€ + 100 Freispiele
- Willkommensbonus bis zu 1.000€
- 50 Freispiele jeden Freitag
Als Begründung für den Vertrauensentzug nannte Wales, dass das Wohl des Fußballs nicht an erster Stelle stehe. Es wurden Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen angeführt, die dazu geführt hätten, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren habe, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen.
Mögliche Szenarien für Infantinos Ablösung
Ein möglicher Ablauf für eine Ablösung Infantinos könnte laut Berichten eine Sondersitzung des Fifa-Councils sein. Bei dieser Sitzung, dem wichtigsten Entscheidungsgremium der Organisation zwischen den Fifa-Kongressen, könnte Infantino zum Rücktritt aufgefordert werden. Das Fifa-Council besteht aus 37 Mitgliedern. Um eine Krisensitzung einzuberufen, müssten mindestens 19 Teilnehmer zustimmen, und das Treffen müsste innerhalb von zwei Wochen stattfinden. Infantino könnte eine solche Rücktrittsaufforderung jedoch ablehnen.
Sollte Infantino einen sofortigen Rücktritt ablehnen, könnte ein Gegenkandidat aufgebaut werden. Gegner Infantinos aus Europa, Asien sowie Mittel- und Nordamerika müssten sich auf einen Herausforderer einigen. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass 43 der 211 Fifa-Mitglieder einen außerordentlichen Kongress beantragen und dort eine Mehrheit für ein Misstrauensvotum gegen Infantino erzielen. Dies könnte seine Amtszeit bereits vor der regulären Wahl im März 2027 beenden.
Infantino soll Berichten zufolge um sein Amt kämpfen. Seine Vertrauten sprechen mit Vertretern von Ländern, insbesondere aus Afrika und Südamerika, von denen sie sich Unterstützung erhoffen. Hauptsponsoren der Fifa sollen aufgrund der negativen Reaktionen auf Infantinos Verkaufsverhandlungen alarmiert sein. Die beteiligte Bank JP Morgan soll sich aufgrund des weltweiten Protests aus dem Projekt zurückgezogen haben.
Potenzielle Nachfolger im Gespräch
Mehrere Namen werden als mögliche Herausforderer für Infantino gehandelt. Zunächst galt Nasser Al-Khelaifi, der katarische Besitzer von Paris Saint-Germain, als Favorit. Er ließ jedoch mitteilen, kein Interesse am Posten des Fifa-Chefs zu haben und bleibt vorerst Mitglied im Uefa-Exekutivkomitee und Vertrauter von Uefa-Präsident Aleksander Ceferin.
Aleksander Ceferin (58) selbst wäre ein logischer Herausforderer. Der slowenische Rechtsanwalt hat jedoch bereits eine erneute Kandidatur für den europäischen Dachverband im Jahr 2027 ausgeschlossen. Er äußerte, dass jede Organisation nach einer gewissen Zeit „frisches Blut“ benötige. Ob diese Aussage auch für die Fifa gilt, bleibt offen.
Auch der asiatische Verbands-Boss Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa (60) aus Bahrain wird in diesem Zusammenhang genannt. Er hatte Infantino bereits im Jahr 2016 herausgefordert, unterlag damals jedoch bei der Präsidentenwahl. Berichten zufolge werden auch Victor Montagliani (60), Präsident des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf, entsprechende Ambitionen nachgesagt.
Ein weiterer Name, der in den Medien diskutiert wird, ist Mattias Grafström (45). Der gebürtige Schweizer wurde nach einer Interimszeit im Jahr 2024 offiziell Fifa-Generalsekretär als Nachfolger von Fatma Samoura. Obwohl Grafström als enger Vertrauter von Gianni Infantino gilt, soll er angeblich eine Chance auf den höchsten Posten im Weltfußball sehen.
Kandidaten können ihre Bewerbungen für die Wahl zum Fifa-Präsidenten bis zum 18. November einreichen. Bislang gibt es jedoch keinen offiziellen Gegenkandidaten zu Infantino.
Read Also
Source: spiegel.de