Ungarn: Red Bull kämpft mit aerodynamischen Problemen im Qualifying

„Das Auto ist aerodynamisch einfach komplett kaputt. Was für ein Witz“, hadert Verstappen

Vor dem Großen Preis von Ungarn hat Max Verstappen seinen Red Bull-Boliden als aerodynamisch „komplett kaputt“ bezeichnet. Der viermalige Formel-1-Weltmeister äußerte sich frustriert über die Leistung des Fahrzeugs während des Qualifyings in Budapest. Er beschrieb, dass sich der Zustand des Autos im Qualifying verschlechtert habe und es ständig neue, unterschiedliche Probleme gebe.

Verstappen verlor auf seiner letzten Qualifikationsrunde die Kontrolle über sein Auto und drehte sich. Er wird das Rennen am Sonntag von Platz vier starten. Im Qualifying-Ergebnis schloss er als Sechster ab, profitiert jedoch von Rückversetzungen anderer Fahrer.

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Herausforderungen im Qualifying

Max Verstappen beklagte, dass jede gefahrene Runde schlechter gewesen sei als die vorherige. Er betonte, dass ein Problem mit der Aerodynamik des Fahrzeugs ein „riesiges Problem im Qualifying“ darstelle. Auf die Frage, ob das Team das Fahrzeug noch in ein „vernünftiges Arbeitsfenster“ bringen könne, antwortete Verstappen, dies sei „im Grunde genommen unmöglich“ für das Wochenende.

Er beschrieb die Situation als „quasi hoffnungslos“ im Qualifying und fügte hinzu, dass es nichts gegeben habe, was sie hätten tun können. Verstappen sprach nicht von Reifenverschleiß, sondern von „Autoverschleiß“. Er schilderte, dass das Auto am Kurveneingang „komplett unruhig“ sei und man sich auf das Heck „überhaupt nicht verlassen“ könne. Wenn versucht werde, dies über die Front auszubalancieren, beginne das Auto zu untersteuern.

Verstappen erklärte, dass in der kurzen Zeit vom dritten freien Training zum Qualifying viele Probleme aufgetaucht seien, die außerhalb ihrer Kontrolle lägen. Er stellte fest, dass das Auto von Runde zu Runde schlechter wurde und es immer schwieriger wurde, eine Runde zusammenzubekommen. Dies müsse für das Rennen behoben werden, da das Auto so „nicht fahrbar“ sei.

Sein Dreher in der letzten Kurve vor Start/Ziel sei darauf zurückzuführen, dass das Heck in dem Moment, als er eingelenkt habe, „gar nicht da“ gewesen sei. Er vermutete einen Verlust der aerodynamischen Performance, der sich stetig verschlimmerte.

Foto zur News: "Auto nicht fahrbar": Red Bull versinkt im Ungarn-Qualifying in Problemen
Foto zur News: "Auto nicht fahrbar": Red Bull versinkt im Ungarn-Qualifying in Problemen Credit: formel1.de

Teamkollege Hadjar ebenfalls frustriert

Auch Teamkollege Isack Hadjar äußerte sich enttäuscht über das Qualifying. Er stellte fest, dass das Team im Laufe des Wochenendes „überhaupt keine Fortschritte gemacht“ habe. Hadjar erklärte, dass das, was sie gesehen hätten, das Maximum sei, das momentan im Auto stecke. Er schloss das Qualifying als Achter ab.

Mit dem alten Heckflügel sei der Red Bull das „viertschnellste Auto“, was Hadjar als „nicht genug“ bezeichnete. Er glaubt nicht daran, dass Red Bull dem Fahrzeug über Nacht noch ein gutmütigeres Handling beibringen kann. Hadjar merkte an, dass es „weh“ tue, nur das viertschnellste Auto zu haben.

Für das Rennen am Sonntag erwartet Hadjar, dass Überholen schwierig wird und er „gleich in der ersten Runde alles in die Waagschale werfen“ werde, da er schätzt, dass es nicht viele weitere Gelegenheiten geben wird. Max Verstappen betonte die Notwendigkeit, die Probleme des Teams zu verstehen, da ständig unerklärliche Schwierigkeiten aufträten. Er meinte, solange diese nicht gelöst seien, brauche man nicht an ein normales Qualifying oder Rennen zu denken.

Norris sichert Pole Position

Während Red Bull mit Problemen kämpfte, sicherte sich Lando Norris die Pole Position. Er entriss Lewis Hamilton die 105. Pole Position seiner Formel-1-Karriere. Der McLaren-Pilot erreichte seine erste Pole nach dem Weltmeistertitel und feierte zum 17. Mal in seiner Laufbahn Startplatz eins. Hamilton und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli erhielten jedoch nachträglich Strafen von den Rennkommissaren.

Norris verwies Hamilton mit einem knappen Vorsprung von 0,012 Sekunden auf den zweiten Platz. Die Stimmung von Hamilton verdüsterte sich später, nachdem die Stewards einen Vorfall mit Oscar Piastri untersuchten. Sie entschieden auf „unnötige Behinderung“ durch Hamilton, wodurch dieser zunächst drei Ränge auf Position fünf strafversetzt wurde. Hinter Norris startet nun Hamiltons Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc von Rang zwei vor Piastri.

Antonelli wurde in einer hektischen Schlussphase nur Vierter, rutschte nach einer Strafe gegen Hamilton vorübergehend einen Platz nach vorn, ehe er selbst eine Strafe von drei Positionen erhielt. Am Ende belegte Antonelli Platz sieben. Die Rennkommissare hatten gegen den 19-jährigen Italiener wegen angeblich zu schnellen Fahrens während einer Gelb-Phase ermittelt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff äußerte sich ebenfalls frustriert über die Leistung und Zuverlässigkeitsprobleme, insbesondere bei George Russell, den ein Wasserleck am Auto ausbremste.

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Source: welt.de

Clara Schmitt ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.