Klopp-Vorstellung: Effenberg kritisiert Drohung mit Rücktritt

Klopp als Bundestrainer vorgestellt
Jürgen Klopp wurde als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußball-Bundes bestätigt. Seine langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie Sven Bender werden ihn als Co-Trainer unterstützen. Lothar Matthäus äußerte sich positiv über die Wahl von Sven Bender, der seiner Meinung nach eine andere Generation repräsentiert und dem fast 22 Jahre älteren Klopp neue Impulse geben kann, da er den Fußball anders sieht und näher an den Spielern ist.
Auch das Engagement von 2014-Weltmeister Per Mertesacker als Leiter der DFB-Akademie wurde von Matthäus gelobt. Er betonte, dass der DFB mit dieser Besetzung gut aufgestellt sei.
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Effenbergs Kritik an Klopps Äußerungen
Nicht alle Kommentare bei Klopps erster öffentlicher Vorstellung fanden Anklang. Stefan Effenberg kritisierte eine spezifische Äußerung des neuen Bundestrainers. Effenberg bemängelte, dass Klopp bei seiner Vorstellung direkt mit seinem Abschied gedroht habe, sollte seine Familie nicht in Ruhe gelassen werden.
Diese Drohung, so Effenberg, habe nicht wirklich gepasst, obwohl er anmerkte, dass dies typisch für Jürgen Klopp sei. Die internationale Presse griff diese Warnung ebenfalls auf. So schrieb beispielsweise „The Telegraph“, dass Jürgen Klopp am Tag seiner Vorstellung mit Rücktritt vom Deutschland-Job drohe und ein Ultimatum stelle.


Die „The Sun“ zitierte Klopp mit der eindringlichen Warnung: „Lasst meine Familie in Ruhe.“ Er habe geschworen, den Job hinzuschmeißen, falls es Kritik unter der Gürtellinie gebe, und setzte damit deutliche Grenzen für Fans und Medien nach dem WM-Desaster.
Die italienische „Gazzetta dello Sport“ berichtete ebenfalls über Klopps Warnung: „Keine persönlichen Angriffe, sonst gehe ich.“ Diese Ansage bezog sich auf Klopps deutliche Worte an die Medien, dass er weg sei, wenn sie sich danebenbenehmen und seine Familie nicht in Ruhe lassen.
Erwartungen an den neuen Bundestrainer
Lothar Matthäus mahnte nach der Pressekonferenz des DFB, dass Klopp zwar alles gesagt habe, was man von ihm erwartet habe, es nun aber auf die Umsetzung ankomme. Trotz seiner Ausstrahlung, Persönlichkeit und Erfolge werde auch er an Ergebnissen gemessen.
Die internationale Presse zeigte sich gespannt auf Klopps Amtszeit. Die englische „BBC“ fragte, ob Klopp ein Messias oder bloße Kosmetik sei und ob er die Zweifler beim Wiederaufbau der deutschen Nationalmannschaft überzeugen müsse. Die spanische „Marca“ hob Klopps Fähigkeit hervor, konkurrenzfähige Mannschaften aufzubauen, als große Hoffnung für Deutschland, um verlorenes Prestige zurückzugewinnen und wieder um große Titel mitzuspielen.
„Sport“ betonte, dass Klopp sich bewusst sei, dass der deutsche Fußball insgesamt eine Erneuerung benötige, auch in den Nachwuchsmannschaften und bei der Förderung junger Talente. Seine Erfahrung in Situationen mit extrem hohem Druck mache Klopp zu einer äußerst wertvollen Verstärkung für den deutschen Fußball. Die französische „L’Équipe“ merkte an, dass Klopp mit 59 Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere den Alltag eines Nationaltrainers erleben werde, mit der schweren Verantwortung, einem vierfachen Weltmeister, dem die Ergebnisse fehlen, neuen Schwung zu verleihen.
Das US-Portal „ESPN“ stellte die Frage, ob Deutschland Klopp brauche und ob dieser Job der richtige für ihn sei. Es wurde betont, dass der deutsche Fußball nach mehr als einem Jahrzehnt der Enttäuschungen einen Kulturwandel benötige, und es kaum jemanden gebe, der diesen Wandel besser vorantreiben könnte als Klopp.
Die „Corriere dello Sport“ schrieb, dass Deutschland nach dem frühen Aus bei der WM 2026 auf die Erfahrung und die Ideen eines so visionären Trainers wie Klopp setze.
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Source: web.de