Monaco: Auslosung der Champions League Ligaphase

Champions League: Auslosung der Ligaphase in Monaco

Europas Spitzenklubs versammeln sich in Monaco zur Auslosung der Champions League Ligaphase. Die Veranstaltung am Donnerstag um 18:00 Uhr (DAZN/ZDF-Stream/Sky) markiert den offiziellen Start der neuen Saison. Vor der Auslosung der Gegner für die vier deutschen Teams stehen auch fußballpolitische Themen im Fürstentum im Mittelpunkt, insbesondere die europäische Opposition gegen FIFA-Chef Gianni Infantino.

Die Bundesliga ist in dieser Saison mit vier Mannschaften in der Königsklasse vertreten: FC Bayern München als Meister, Borussia Dortmund als Zweitplatzierter, RB Leipzig und der VfB Stuttgart, die die Plätze drei und vier in der Bundesliga belegten. Ein möglicher fünfter Startplatz für Deutschland konnte nicht gesichert werden; die zusätzlichen Slots gingen an England und Spanien.

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Modus und Termine der Ligaphase

Die Auslosung erfolgt computergestützt. Die 36 Teilnehmer wurden gemäß der UEFA-Klub-Rangliste in vier Töpfe eingeteilt. Die deutschen Vereine sind auf alle vier Töpfe verteilt: Bayern in Topf 1, Dortmund in Topf 2, Leipzig in Topf 3 und Stuttgart in Topf 4. Jedes Team erhält zwei Gegner aus jedem Topf, einschließlich des eigenen, was insgesamt acht Partien in der Ligaphase ergibt – jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen jeden Gegner.

Die acht besten Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 treten in Playoffs an, bevor der Wettbewerb im K.o.-Modus fortgesetzt wird. Der Spielplan wird voraussichtlich am Samstag bekannt gegeben. Der erste Spieltag erstreckt sich vom 8. bis 10. September, und die Ligaphase endet am 27. Januar. Das Finale der Königsklasse ist für den 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid angesetzt.

Finanzielle Aspekte und Regeländerungen

Die UEFA erwartet aus der Champions League-Saison einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Davon werden 2,467 Milliarden Euro nach verschiedenen Kriterien an die 36 Teilnehmer ausgeschüttet. Jeder Klub erhält eine Startprämie von 18,62 Millionen Euro. In der Gruppenphase gibt es 2,1 Millionen Euro pro Sieg und 700.000 Euro pro Unentschieden. In der K.o.-Phase reichen die Prämien von einer Million Euro für die Playoffs bis zu insgesamt 63,5 Millionen Euro für den späteren Sieger. Ein weiterer Topf verteilt Anteile zwischen 33,66 Millionen Euro und 935.000 Euro, gestaffelt von Platz 1 bis 36, basierend auf dem Vermarktungsanteil der teilnehmenden Klubs.

Um Eintönigkeit zu vermeiden, gibt es eine neue Regel: Paarungen, die bereits in den Ligaphasen der Saisons 2024/25 und 2025/26 stattfanden, dürfen nicht ein drittes Mal in Folge mit derselben Heimmannschaft zustande kommen. Dies betrifft zwei spezifische Paarungen: FC Liverpool und Real Madrid dürfen nicht in einem Liverpooler Heimspiel aufeinandertreffen. Diese Ansetzung gab es bereits am vierten Vorrundenspieltag der Vorsaison, als die Reds die Königlichen mit 1:0 besiegten, sowie in der Saison 2025/26 beim 2:0-Sieg der Liverpooler. Ebenso darf Inter Mailand zu Hause nicht den FC Arsenal empfangen, da diese Begegnung 2024 mit 1:0 und 2025 mit einem 3:1-Sieg für Arsenal endete. Für die K.o.-Phase gelten diese Einschränkungen nicht.

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Liverpool und Real Madrid werden sich in der Ligaphase nicht in Liverpool treffen.(Foto:IMAGO/NurPhoto) Credit: n-tv.de

Politische Diskussionen und deutsche Teams

Kurz vor der Auslosung steht die Fußballpolitik im Mittelpunkt. Europas Spitzenfunktionäre, darunter UEFA-Boss Aleksandar Ceferin, treffen sich mit Vertretern der 55 Mitgliedsverbände. Hauptthema ist die FIFA-Krise und die Strategie zur Ablösung von FIFA-Chef Gianni Infantino. Aus Deutschland werden DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Vize Hans-Joachim Watzke erwartet, der auch im UEFA-Exekutivkomitee sitzt. Die Strategie besteht darin, Infantino mit einem Forderungskatalog für Good Governance zu konfrontieren. Es wird auch nach Fehlern in seiner Funktionärsvita gesucht, die ihn zu Fall bringen könnten. Eine potenzielle Herausforderung für die Präsidentschaftswahl am 18. März 2027 wird im Fürstentum noch nicht auserkoren.

Die deutschen Teams sind in den Lostöpfen wie folgt verteilt: Bayern München in Topf 1, Borussia Dortmund in Topf 2, RB Leipzig in Topf 3 und VfB Stuttgart in Topf 4. RB Leipzig kann in der Gruppenphase nicht auf die anderen deutschen Vertreter treffen. Zudem können sie in den acht Spielen höchstens gegen zwei Mannschaften aus einem Land antreten. RBL-CEO Tatjana Haenni formulierte das Ziel, die Gruppenphase zu überstehen. Kapitän David Raum möchte das schwache Abschneiden vor zwei Jahren vergessen machen, als RB als 32. in der Gruppenphase scheiterte. Die Ligaphase beginnt am 8. September.

Source: faz.net

Clara Schmitt ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.