Paris: Moritz Wesemann sichert sich zweite EM-Goldmedaille

Zweiter Triumph für Moritz Wesemann
Moritz Wesemann hat bei der Europameisterschaft in Paris seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der Wasserspringer triumphierte im Einzel vom 3-Meter-Brett und sicherte sich den Titel mit seinem letzten Sprung des Wettkampfes. Zuvor hatte er bereits die Goldmedaille vom 1-Meter-Brett geholt.
Wesemann erreichte 506,80 Punkte und verwies den Franzosen Jules Bouyer mit einem Vorsprung von 22,20 Zählern auf den zweiten Platz. Der Brite Jordan Holden, der bis zum letzten Durchgang in Führung lag, belegte den dritten Rang. Der Wettkampf vom 3-Meter-Brett wurde als einer der spannendsten und hochklassigsten dieser Titelkämpfe beschrieben, wobei Holden und Wesemann Weltklasseleistungen zeigten, die von den Preisrichtern mit hohen Noten bewertet wurden.
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Obwohl Wesemann im ersten Durchgang zunächst auf dem elften Platz von zwölf Springern lag, steigerte sich der Hallenser kontinuierlich. Er profitierte zudem von einem Fehler seines Hauptkonkurrenten. Lou Massenberg erreichte in diesem Wettbewerb den fünften Platz.
Silber für deutsches Synchronpaar
Vor Wesemanns Goldmedaille hatten Pauline Pfeif und Ole Rösler die Silbermedaille im Mixed-Synchronspringen vom Turm gewonnen. Das deutsche Duo erreichte im Centre Aquatique Olympique 317,76 Punkte. Sie mussten sich dem ukrainischen Paar Oleksij Sereda und Xenia Bailo geschlagen geben, das 323,16 Punkte erzielte. Bronze ging an Jorge Rodriguez Ledesma und Ana Carvajal San Miguel aus Spanien mit 297,48 Punkten.
Pfeif, die 24 Jahre alt ist, und der 18 Jahre alte Rösler hatten im Vorfeld ihres ersten gemeinsamen Mixed-Wettbewerbs kaum zusammen trainiert. Rösler, der aus Rostock stammt, und Pfeif, die aus Berlin kommt, konnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Standorte nur maximal drei Trainingseinheiten absolvieren. Trotz dieser Herausforderung gelang es dem Duo, eine souveräne Leistung zu zeigen.
Mit dem dritten Sprung schob sich das deutsche Paar auf den zweiten Rang vor, wobei zu diesem Zeitpunkt nur 1,80 Punkte zwischen dem ersten und dritten Platz lagen. Ihre Position behaupteten sie im vierten Durchgang mit einem gehockten Dreieinhalb-Vorwärtssalto und ließen auch im fünften Durchgang nichts mehr anbrennen. Rösler äußerte sich „ziemlich stolz“ über die gemeinsame Medaille und betonte, dass der Erfolg ihm „sehr viel Selbstvertrauen“ gebe.
Erfolgreiche Europameisterschaft für das deutsche Team
Für Pfeif war die Silbermedaille im Mixed-Synchronspringen bereits das dritte Edelmetall bei dieser Europameisterschaft. Zuvor hatte sie bereits Silber im Einzel vom Turm sowie Silber im Synchronspringen mit Elena Wassen gewonnen. Pfeif zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und erklärte, sie könne mit erhobenem Hauptes und drei Silbermedaillen nach Hause fahren. Sie sprach von einer „glücklichen Europameisterschaft“ und schönen Erinnerungen, die sie von den Olympischen Spielen von 2024 leider nicht hatte, da sie dort im Vorkampf ausgeschieden war.
Das deutsche Team hat vor dem letzten Tag der Becken-Sprungwettbewerbe bereits insgesamt sieben Medaillen gesammelt, darunter dreimal Gold. Pfeif plant, Rösler am Donnerstag im Einzelwettbewerb anzufeuern. Rösler zeigte sich optimistisch für seinen Einzelstart, beflügelt durch das gewonnene Selbstvertrauen aus dem Synchronspringen.
Die Leistungen von Wesemann, Pfeif und Rösler tragen maßgeblich zum Erfolg des deutschen Teams bei dieser Europameisterschaft bei. Die Wettbewerbe in Paris haben gezeigt, dass die deutschen Wasserspringer in verschiedenen Disziplinen auf hohem Niveau agieren können und sich auch unter schwierigen Trainingsbedingungen behaupten. Die Europameisterschaft in Paris fand im Centre Aquatique Olympique statt.
Source: bild.de