Birmingham: Neugebauer gewinnt Zehnkampf-Gold, Kaul holt Silber bei EM

Mega-Leistung bei EM: GOLD und SILBER im Zehnkampf! - BILD

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham haben die deutschen Zehnkämpfer Leo Neugebauer und Niklas Kaul eine herausragende Leistung gezeigt. Neugebauer sicherte sich die Goldmedaille, während Kaul Silber gewann. Der Wettkampf war von Dramatik und unerwarteten Ereignissen geprägt, insbesondere im Stabhochsprung.

Neugebauer, der Zehnkampf-Weltmeister, errang mit diesem Sieg erstmals auch den Titel des Europameisters. Er beendete den Wettkampf mit 8611 Punkten. Kaul, ein früherer Welt- und Europameister, sammelte 8573 Punkte und zeigte am zweiten Wettkampftag seine traditionelle Stärke, wodurch er Neugebauer beinahe noch überholt hätte.

Casino Boni

1
Winbeatz
5.0/5

100% bis zu 500€ + 200 Freispiele

  • Willkommenspaket bis zu 1.500€
  • 10% wöchentliches Cashback
2
Thor Fortune
5.0/5

100% bis zu 750€ + 150 Freispiele

  • Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
  • 25% Reload-Bonus jeden Montag
3
Roulettino
5.0/5

150% bis zu 300€ + 100 Freispiele

  • Willkommensbonus bis zu 1.000€
  • 50 Freispiele jeden Freitag

Alle Casino-Boni →

Dramatisches Finale und knapper Vorsprung

Das Finale des Zehnkampfs war besonders spannend. Vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf lag Neugebauer mit 7920 Punkten und einem Vorsprung von 154 Zählern vor Kaul. Dies entsprach einem Vorsprung von 22 Sekunden für den letzten Wettbewerb. Im 1500-Meter-Lauf nahm Kaul Neugebauer 17,66 Sekunden ab, was jedoch nicht ganz reichte, um die Führung zu übernehmen.

Neugebauer überquerte die Ziellinie nach 4:38,36 Minuten und brach danach erschöpft zusammen. Kaul erreichte das Ziel als Vierter mit einer Zeit von 4:20,75 Minuten. Von Neugebauers ursprünglichem Vorsprung von 22 Sekunden blieben am Ende noch vier Sekunden übrig, was ihm den knappen Sieg mit 38 Punkten Vorsprung sicherte. Die Bestzeit über 1500 Meter erzielte Antoine Ferranti aus Frankreich mit 4:15,81 Minuten.

Bronze im Zehnkampf ging an den Norweger Sander Skotheim mit 8433 Zählern. Der dritte deutsche Starter, Amadeus Gräber, belegte mit 8162 Punkten den achten Rang.

Pannen im Stabhochsprung beeinträchtigen Neugebauer

Der zweite Wettkampftag war von erheblichen Problemen im Stabhochsprung überschattet, die vor allem Neugebauer betrafen und ihn unnötig Kraft kosteten. In seiner Gruppe wurde die Latte zunächst nicht korrekt auf die angezeigte Höhe von 4,80 Metern eingestellt, sondern lag weiterhin bei 4,70 Metern. Dies führte dazu, dass Neugebauer und sechs weitere Mehrkämpfer über die falsche Höhe sprangen, woraufhin die gültigen Versuche annulliert wurden.

Die Probleme setzten sich fort: Bei weiteren Versuchen von Neugebauer waren die Abstände der Ständer, auf denen die Latte ruht, nicht auf die von ihm angegebene Einstellung angepasst. Eine ähnliche Situation erlebte der Franzose Makenson Gletty. Neugebauer kommentierte die Situation mit den Worten: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Schleppte sich mit allerletzter Kraft ins Ziel: Leo Neugebauer
Schleppte sich mit allerletzter Kraft ins Ziel: Leo NeugebauerQuelle:Dylan Martinez Credit: welt.de

Während dieser chaotischen Phase verletzte sich Neugebauer bei einem der Wiederholungssprünge an der Wade, als er in den Einstichkasten fiel. Nach einem Protest erhielt er bei brütender Hitze von 35 Grad Celsius im Alexander Stadium eine weitere Chance über 4,80 Meter, die er nutzte. Am Ende überquerte er sogar 4,90 Meter. Bundestrainer Jörg Roos sprach von einer „Wettkampfverzerrung“.

Niklas Kaul, der in einer anderen Stabhochsprung-Gruppe startete, war von diesem Wirrwarr nicht betroffen. Er stellte bei der EM eine Saisonbestleistung nach der anderen auf und konnte sich so in eine gute Ausgangsposition für das Finale bringen.

Weitere Medaillen für das deutsche Team

Der Donnerstag war ein erfolgreicher Tag für das deutsche Team in Birmingham. Neben den Medaillen im Zehnkampf gab es weitere Erfolge. Zuvor hatte Gesa Krause Gold über 3000 Meter Hindernis gewonnen. Ihr Sieg war jedoch von einer Kontroverse mit Teamkollegin Lea Meyer begleitet, die Krauses Renntaktik kritisierte, da Krause lange in ihrem Windschatten geblieben war.

Auch die deutschen Diskuswerfer konnten jubeln: Henrik Janssen gewann die Bronzemedaille. Der Magdeburger erzielte im zweiten Versuch eine persönliche Saisonbestweite von 69,53 Metern. Dies war die erste EM-Medaille für einen deutschen Diskuswerfer seit dem Titelgewinn von Robert Harting im Jahr 2014 in Zürich. Den Sieg im Diskuswerfen sicherte sich der slowenische Titelverteidiger Kristjan Ceh mit einem Meisterschaftsrekord von 72,51 Metern, gefolgt vom Litauer Mykolas Alekna mit 69,89 Metern.

Nur mit Unterstützung des Litauers Edgaras Benkunskas kam Leo Neugebauer nach kräftezehrenden 1500 Metern wieder auf die Beine
Nur mit Unterstützung des Litauers Edgaras Benkunskas kam Leo Neugebauer nach kräftezehrenden 1500 Metern wieder auf die BeineQuelle:Getty Images for European Athletics/Maja Hitij Credit: welt.de

Die Zehnkämpfer Neugebauer und Kaul, die bereits Silber bei Olympia 2024 und Gold bei der WM 2025 (Neugebauer) sowie Europameister 2022 und Weltmeister 2019 (Kaul) waren, zeigten sich nach dem kräftezehrenden Wettkampf in einer Turnhalle neben dem Aufwärmplatz, wo sie sich vor den letzten beiden Disziplinen (Speer und 1500 Meter) auf Luftmatratzen ausruhten, um neue Kraft für den Doppel-Erfolg zu schöpfen.

Source: bild.de

Simon Vogel ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.