Gedenken an Laura Dahlmeier: Ein Jahr nach dem tragischen Bergunfall

Gedenken an eine Sportlerin und Bergretterin
Ein Jahr nach dem Tod von Laura Dahlmeier bei einem Bergunfall am Laila Peak in Pakistan wird in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen ihrer gedacht. Die zweifache Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin, die 31 Jahre alt wurde, engagierte sich jahrelang ehrenamtlich bei der Bergwacht.
Richard Kirmes aus München erinnert sich an eine Begegnung am 8. Dezember 2022, als er auf dem Weg zur Zugspitze in einen Schneesturm geriet. Für Kirmes bleibt sie nicht die berühmte Spitzensportlerin, sondern die Frau, die ihm das Leben gerettet hat.
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Ein Ort der Erinnerung und ein neuer Preis
In Garmisch-Partenkirchen trägt der ehemalige Kurpark nun ihren Namen, der Laura-Dahlmeier-Park. Am Gedenkstein legen Besucher Blumen nieder, stellen Kerzen auf oder hinterlassen kleine Steine mit persönlichen Botschaften. Viele kommen nicht nur am Jahrestag vorbei, sondern immer wieder.
Ihre langjährige Freundin Magdalena Neuner besucht ebenfalls den Gedenkort und empfindet den Verlust weiterhin als kaum begreiflich. Sie verbindet mit Dahlmeier vor allem Erinnerungen an einen lebensfrohen und humorvollen Menschen. Neuner wünscht sich rückblickend mehr Respekt und Zurückhaltung im Umgang mit der Privatsphäre der Familie nach dem Unglück.
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat als Würdigung den Laura-Dahlmeier-Preis ins Leben gerufen. Dieser Preis soll erstmals im Oktober an junge Athleten vergeben werden, die eine besondere Herausforderung gemeistert haben.
Die Liebe zu den Bergen und die Trauer
Dahlmeiers Tod am Laila Peak löste weitreichende Betroffenheit aus. Tausende Menschen drückten in den sozialen Medien ihre Trauer aus. Laut Reinhold Messner ist es am Laila Peak, einem sehr steilen und schmalen Gipfel, fast unmöglich, allen Felsen bei einem Steinschlag auszuweichen.
Die Freundin Maren Hammerschmidt, Pressesprecherin des deutschen Biathlon-Teams, wurde durch den Tod stark getroffen. Sie bedauert, nicht mehr Zeit mit Dahlmeier verbracht zu haben und beschreibt die Trauer als wellenartig.


Laura Dahlmeier beendete ihre Biathlon-Karriere im Frühjahr 2019, nachdem sie mit 25 Jahren ihre Ziele erreicht hatte. Sie war danach als Expertin für das ZDF tätig. Ihre Karriere umfasste unter anderem fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille bei der WM in Hochfilzen im Jahr 2017. Im Weltcup feierte sie 20 Siege.
Die Berge waren für Dahlmeier sowohl Glück als auch Unglück.
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Source: sportschau.de