Tadej Pogacar gewinnt fünfte Tour de France und schreibt Radsport-Geschichte

Tadej Pogacar hat zum fünften Mal die Tour de France gewonnen und sich damit in den Kreis der Rekordsieger des Wettbewerbs eingereiht. Der Slowene erreichte Paris im gelben Trikot, nachdem er die Rundfahrt mit einem deutlichen Vorsprung beendet hatte.
Mit diesem Sieg stellt sich der Pogacar auf eine Stufe mit Fahrern wie Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain, die ebenfalls fünf Tour-Triumphe verbuchen konnten. Keiner dieser vier Fahrer war bei seinem fünften Sieg so jung wie Pogacar.
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Pogacar äußerte sich nach seinem Sieg: „Was für ein unglaublicher Tag, ich bin sprachlos. Eine unglaubliche Atmosphäre! Ich bin froh, dass es vorbei ist und wir zum fünften Mal gewonnen haben. Siebenmal die Tour, siebenmal auf dem Podium, das kann man in kein Drehbuch schreiben. Das ist auch für mich unglaublich. Das Wichtigste ist, dass du genießt, was du tust. Wenn du an dich glaubst, kann du deine Träume wahrmachen.“
Die letzte Etappe und weitere Platzierungen
Die 21. und letzte Etappe der Tour de France, die ursprünglich von Thoiry nach Paris führen sollte, wurde von 133 auf 88,7 oder 89 Kilometer verkürzt. Dies geschah, da in Paris nicht genügend Polizeikräfte zur Absicherung der gesamten Strecke zur Verfügung standen. Die Sicherheitskräfte wurden stattdessen in den Südwesten Frankreichs beordert, um bei der Bekämpfung von Waldbränden zu helfen.
Der Anstieg zur Basilika Sacré-Cœur blieb jedoch Teil der Strecke. Tausende säumten erneut diesen Abschnitt, der bereits bei den Olympischen Spielen 2024 bekannt wurde. Die prestigeträchtigste Etappe der Rundfahrt gewann der Niederländer Mathieu van der Poel.
Max Kanter, ein deutscher Sprinter, verpasste das Podium im finalen Sprint knapp und belegte den vierten Platz. Er äußerte sich enttäuscht über das Ergebnis. Der Däne Mads Pedersen sicherte sich das Sprinttrikot. Bester Bergfahrer wurde der Ecuadorianer Richard Carapaz. Das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers ging an den Mexikaner Isaac del Toro aus Pogacars Team UAE Emirates.
In der Gesamtwertung erreichte Pogacar Paris mit mehr als sechs Minuten Vorsprung vor dem Belgier Remco Evenepoel, der für das deutsche Team Red Bull–Bora–Hansgrohe fährt. Isaac del Toro belegte den dritten Platz in der Gesamtwertung. Der französische Fahrer Paul Seixas landete auf Platz 4.
Deutsche Beteiligung und Ausblick
Bei dieser Rundfahrt gab es keinen deutschen Fahrer unter den besten Zehn der Gesamtwertung. Der beste Deutsche in der Gesamtwertung war Felix Engelhardt auf dem 70. Platz. Die Mannschaftswertung der Tour 2026 gewann Lidl Trek, allerdings ohne deutsche Fahrer im Aufgebot.
Es wird berichtet, dass Pogacar dem spanischen König Felipe VI. eine Zusage gegeben hat, ab dem 22. August bei der Vuelta zu starten. Die Spanien-Rundfahrt fehlt noch in seiner Liste der Triumphe. Pogacar selbst sagte dazu: „Lasst mich erstmal den Tag heute genießen.“
Die 113. Edition der Tour de France wurde als eine sehr schnelle Tour beschrieben, bei der jeder Radprofi und Helfer in unglaublich guter Form war. Es wurde jeden Tag schneller gefahren als in den letzten Jahren, was den Radsport sehr hart und spezifisch macht.
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Source: bild.de