Tour de France Femmes: Wiebes dominiert Sprintetappen, Koch kämpft mit Hitze

Tour de France Femmes: Ihr Killerinstinkt schlägt sie alle - sportschau.de

Lorena Wiebes’ beeindruckende Dominanz

Lorena Wiebes hat bei der diesjährigen Tour de France Femmes ihre beeindruckende Form unter Beweis gestellt und auch am zweiten Tag der Rundfahrt einen überlegenen Sprintsieg errungen. Damit konnte sie das Gelbe Trikot erfolgreich verteidigen. Ihre Dominanz ist so ausgeprägt, dass sie nicht nur auf reinen Sprintetappen als Favoritin gilt.

Die niederländische Fahrerin, die bereits ihren zweiten Sieg in Folge bei dieser Tour feierte, hat seit Ende Juli eine bemerkenswerte Erfolgsserie hingelegt. Seit dem Gewinn der Polen-Rundfahrt konnte sie fünf Siege in fünf Rennen verbuchen. Insgesamt ist dies ihr sechzehnter Erfolg in der laufenden Saison. Seit der Wiedereinführung der Tour de France Femmes hat keine andere Fahrerin so viele Etappen gewonnen wie Wiebes, die nun bei sieben Siegen steht.

Casino Boni

1
Winbeatz
5.0/5

100% bis zu 500€ + 200 Freispiele

  • Willkommenspaket bis zu 1.500€
  • 10% wöchentliches Cashback
2
Thor Fortune
5.0/5

100% bis zu 750€ + 150 Freispiele

  • Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
  • 25% Reload-Bonus jeden Montag
3
Roulettino
5.0/5

150% bis zu 300€ + 100 Freispiele

  • Willkommensbonus bis zu 1.000€
  • 50 Freispiele jeden Freitag

Alle Casino-Boni →

Rolf Aldag, Sportdirektor des deutschen Teams Canyon//Sram, äußerte sich nach der zweiten Etappe von Aigle nach Genf, auf der Wiebes den Sprint souverän für sich entschied, sehr deutlich über ihre Leistung. Er beschrieb sie als im Sprint unschlagbar und verglich die Konkurrenz mit Jugendfahrern. Aldag betonte, dass Wiebes mit ihrer aktuellen Stärke wahrscheinlich auch im Männer-Peloton um Siege mitsprinten könnte.

Trotz ihrer Erfolge und der scheinbaren Leichtigkeit, mit der sie Massensprints dominiert, bleibt Wiebes bei Medienterminen zurückhaltend. Sie beschreibt sich selbst als schüchternes Kind und nicht als impulsiven Menschen. Doch im Sprintfinale schalte sie ihren Kopf ab und konzentriere sich so sehr, dass ihr „Killerinstinkt“ einsetze.

Anpassungen im Training und Herausforderungen für andere Fahrerinnen

Ein Grund für Wiebes’ verbesserte Leistung, insbesondere auf hügeligen Etappen, die normalerweise eher für Klassikerfahrerinnen geeignet sind, liegt in ihrem umgestellten Training. Sie erklärte, dass sie versucht, die richtige Balance zu finden, um ihre Kletterfähigkeiten zu verbessern, während sie ihre Sprintfähigkeiten auf hohem Niveau hält. Seit dem Winter hat sie zudem mehr Krafttraining absolviert, wobei der Fokus auf explosiven Elementen liegt, was ihr nach eigener Aussage viel Spaß macht.

Dieses angepasste Training könnte sich auch auf der dritten Etappe von Genf nach Poligny auszahlen. Obwohl dieses Teilstück mit vielen Anstiegen eigentlich kein Terrain für Sprinterinnen ist, könnte Wiebes erneut um den Sieg mitkämpfen, sollte keine Ausreißergruppe erfolgreich sein und sie unbeschadet bleiben. Ein dritter Etappensieg in Folge wäre dann durchaus denkbar.

Während Wiebes ihre Erfolge feiert, kämpfen andere Fahrerinnen mit unerwarteten Herausforderungen. Für Franziska Koch von FDJ United – Suez verliefen die ersten beiden Etappen der Tour de France Femmes nicht nach Plan. Obwohl sie im Vorfeld der ersten Etappe um Lausanne als Mitfavoritin auf den Tagessieg und das erste Gelbe Trikot galt, wurde sie frühzeitig abgehängt. Sie erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 11:21 Minuten auf Tagessiegerin Lorena Wiebes.

Koch berichtete von unerwartet harten ersten Tagen, in denen ihre Herzfrequenz ungewöhnlich hoch war und ihr die Kraft in den Beinen fehlte. Eine mögliche Ursache für diese Probleme wird in der Hitze vermutet. Koch ist nicht die einzige Fahrerin, die unter den hohen Temperaturen leidet, was als Schock für das System beschrieben wurde, obwohl das Team gut vorbereitet war. Bei der Tour de Suisse und den Deutschen Meisterschaften kam die 26-Jährige noch gut mit der Hitze zurecht, wo sie ihren Titel bei den Nationalen Meisterschaften zum zweiten Mal verteidigte und zusätzlich den Zeitfahrtitel gewann. Auch in der Schweiz zeigte sie mit einem vierten Platz im Einzelzeitfahren von Aarburg eine gute Form.

Koch äußerte sich ratlos über die Situation, da sie nicht aus einer kalten Gegend kam und sich die Reaktion ihres Körpers nicht erklären konnte. Sie betonte, dass Sportlerinnen nur Menschen und keine Maschinen seien und hofft auf Besserung. Ihr eigentliches Ziel ist das Einzelzeitfahren von Dijon, wo sie ihr Meistertrikot bestmöglich präsentieren möchte. Die dritte Etappe der Tour de France Femmes führt über den Col de la Faucille, den ersten Anstieg der 1. Kategorie, was einen ersten Prüfstein auf dem Weg nach Frankreich darstellt und Koch die Gelegenheit bietet, ihre Beine im Hinblick auf das Einzelzeitfahren zu testen.

Read Also

Source: sportschau.de

Clara Schmitt ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.