UEFA beruft offenbar Dringlichkeitstreffen wegen FIFA-Plänen ein

FIFA-Pläne sorgen für Empörung
Die Pläne der FIFA unter Präsident Gianni Infantino, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, haben in der Fußballwelt große Empörung ausgelöst. Die UEFA sieht dabei „eine Grenze überschritten“. Auch andere Kontinentalverbände äußerten massive Besorgnis, und die EU forderte „Hände weg von unserem Sport!“
Die aktuelle Entwicklung wird als eine neue Dimension der Kommerzialisierung des Fußballs betrachtet. Kritiker befürchten, dass Investoren, die auf Gewinnmaximierung abzielen, weitere Änderungen wie eine WM mit 64 Teams oder die Abschaffung des Vierjahresrhythmus vorantreiben könnten.
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Der geplante Deal wird auch wegen der Beteiligung einer Investmentgesellschaft von Joshua Kushner als anrüchig empfunden. Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Die Investmentfirma von Joshua Kushner, Thrive Capital, soll die finanziellen Planungen anführen.
Joshua Kushner und seine Rolle
Joshua Kushner, dessen Investmentfirma Thrive Capital die finanziellen Planungen für den FIFA-Deal anführen soll, gehört über seinen Bruder Jared zur erweiterten Familie von Donald Trump. Jared Kushner ist mit Ivanka Trump verheiratet. Joshua Kushner selbst ist mit dem Supermodel Karlie Kloss verheiratet.
Laut „Forbes“ verfügt der 41-Jährige über ein geschätztes Vermögen von 5,2 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet rund 4,54 Milliarden Euro entspricht. Dieses Vermögen verdankt er hauptsächlich frühen Investitionen in Technologieunternehmen wie Instagram, Spotify und OpenAI.
Für den geplanten FIFA-Deal wurde ein separater Fonds namens Thrive Eternal vorgestellt. Dieser Fonds, der im April präsentiert wurde, konzentriert sich auf langfristige Investitionen in traditionsreiche Institutionen. Dies unterscheidet ihn vom restlichen Portfolio von Thrive Capital, das auf die Tech-Branche ausgerichtet ist. Als erste Investition stieg Thrive Eternal beim Baseball-Team San Francisco Giants ein. Im Jahr 2025 erwarb Kushner zudem einen Anteil von weniger als fünf Prozent am NBA-Team Miami Heat.
UEFA plant Dringlichkeitstreffen
Die FIFA-Mitgliedsverbände haben bis zum 19. September Zeit, dem Investorenplan des Weltverbandes zuzustimmen. Diese Fristsetzung durch Infantino soll den Druck auf die Verbände erhöhen. Die FIFA argumentiert, dass der Plan dem Fußball zur Weiterentwicklung dienen und die Welt noch mehr vereinen soll.
Die UEFA, die als der maßvollere Fußballverband gilt, sieht sich in der Rolle, Infantino und die FIFA zu stoppen. Die Europäer haben eine starke Position, da ohne sie kein wertvolles Weltturnier durchgeführt werden kann. Berichten zufolge will sich die UEFA heute mit ihren Mitgliedsverbänden treffen, um die Situation zu besprechen und Widerstand zu leisten.


Bei der WM 2026 waren sechs europäische Teams im Viertelfinale und drei im Halbfinale vertreten, was die Bedeutung der UEFA im globalen Fußball unterstreicht. Die UEFA verfügt über die notwendigen Mittel, um auf die Pläne der FIFA zu reagieren, von Drohungen bis hin zu konkreten Maßnahmen.
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Source: t-online.de