BVB erzielt Millioneneinnahmen durch Asienreise

Borussia Dortmund profitiert finanziell von seiner aktuellen Marketing-Tour durch Asien. Nach Informationen erzielt der Verein durch die Reise Einnahmen von rund fünf Millionen Euro. Diese Beträge setzen sich hauptsächlich aus Gagen für Sponsoring-Termine und Erlösen aus den Testspielen vor Ort zusammen. Die Bundesliga unterstützt solche Vermarktungsreisen finanziell bei den Reisekosten, sofern es sich um für die Liga bedeutende Länder handelt, was auf Japan zutrifft.
Die Reise dient nicht nur dazu, die Marke des Vereins in Asien zu stärken, sondern wird auch genutzt, um weitere Sponsoring-Verträge vorzubereiten und abzuschließen. Der BVB ist aufgrund verschiedener Infrastrukturprojekte in Dortmund, darunter die Modernisierung des Stadions, die Erweiterung des Trainingsgeländes und der Bau der Gesundheitswelt, ein gefragter Partner für Unternehmen. Insbesondere im Bereich Klima und Wärme zeigen Firmen wie Yanmar, Panasonic (mit Sitz in Osaka), Daikin und Mitsubishi Interesse an einer Partnerschaft. Es geht dabei um siebenstellige Beträge pro Jahr, und die Unternehmen möchten den Verein im Rahmen der infrastrukturellen Umbauten mit technischen Geräten unterstützen.
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Sportliche Aspekte der Asienreise
Während der Asienreise absolvierte Borussia Dortmund bereits ein Testspiel gegen Cerezo Osaka, welches mit einer 0:1-Niederlage endete. Das einzige Tor der Partie erzielte Solomon Sakuragawa in der 8. Minute nach einer Ecke. Die Dortmunder traten dabei größtenteils mit einer jungen Mannschaft an, ergänzt durch wenige Profis. Beste Chancen für den BVB hatten Serhou Guirassy in der 40. Minute und der eingewechselte Fábio Silva in der 84. Minute. Ein Tor von Romeo Ritter in der 90.+4 Minute wurde wegen Abseits nicht anerkannt.
Für Filippo Mane war die Partie vorzeitig beendet, da er nach 35 Minuten angeschlagen vom Feld musste. Er hatte versucht, einen Schuss mit einem langen Bein zu blocken. Einige der WM-Fahrer wie Gregor Kobel und Julian Ryerson befinden sich noch im Urlaub oder nehmen das Training in Dortmund langsam wieder auf. Um den internationalen Fans dennoch bekannte Gesichter zu präsentieren, reisten neben den Profis Jobe Bellingham und Silva auch die WM-Fahrer Maximilian Beier, Felix Nmecha, Waldemar Anton, Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka mit nach Japan, blieben in Osaka jedoch ohne Einsatz.
Das Spiel in Osaka war auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen BVB-Spieler Shinji Kagawa, der für Cerezo Osaka in der Startelf stand. Kagawa spielte von 2010 bis 2012 und von 2014 bis 2019 insgesamt 216 Mal für Borussia Dortmund und kehrte 2023 in seine Heimat zurück.
Stimmen zur Reise und zukünftige Pläne
Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer (57) äußerte sich positiv über die Reise, trotz der Belastungen für die Spieler durch das Klima vor Ort. Er betonte die Chancen der Auslandsvermarktung und bedauerte, dass nach der WM nur Bayern und der BVB solche Reisen unternehmen. Lars Ricken, Sportdirektor des BVB, räumte ein, dass man solche Spiele gewinnen wolle, aber die Mannschaft in Osaka aus vielen U19- und U23-Spielern sowie wenigen Profis bestand, wodurch die Automatismen fehlten. Er merkte an, dass der Gegner bereits weiter in der Vorbereitung sei.
Niko Kovac bezeichnete das Spiel als einen guten Test für die junge Mannschaft und erklärte, dass solche Konstellationen in einer Vorbereitung nach einem großen Turnier normal seien, da die Nationalspieler nacheinander zum Team stoßen. Er lobte die körperliche Gegenwehr der Mannschaft, sah aber spielerisch noch Verbesserungsbedarf. Die Auswechslung von Filippo Mane sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Torhüter Alex Meyer hob die positiven und freundlichen Menschen in Japan hervor, von denen viele Anhänger von Borussia Dortmund seien. Er empfand, dass ein Unentschieden im Spiel gegen Cerezo Osaka verdient gewesen wäre.
Nach den drei Tagen in Osaka, wo das Spiel gegen Cerezo Osaka stattfand, reist der Verein weiter nach Tokio. Dort ist für Samstag ein weiteres Testspiel gegen den FC Tokio angesetzt.
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Source: bild.de