Eintracht Frankfurt erzielt Rekordsieg im DFB-Pokal

Historischer Erfolg im DFB-Pokal
Eintracht Frankfurt hat mit einem deutlichen 11:0-Sieg gegen den Fünftligisten SC St. Tönis die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Das Spiel fand vor 10.893 Zuschauern im Krefelder Grotenburg-Stadion statt und markierte den Beginn der zweiten Amtszeit von Trainer Adi Hütter bei der Eintracht. Dieser Erfolg stellt einen neuen Rekord für Frankfurt im DFB-Pokal dar, da der Verein noch nie zuvor in diesem Wettbewerb so hoch gewonnen hatte.
Der bisherige höchste Sieg der Hessen im DFB-Pokal war ein 10:2 gegen Hertha Zehlendorf im Oktober 1977. Nur wenige Tage nach einer 0:7-Testspielniederlage in Brentford gelang der Eintracht nun dieser historische Kantersieg. Die Überlegenheit der Frankfurter war während der gesamten Partie offensichtlich, und die Spieler des SC St. Tönis waren chancenlos.
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Torreiche erste Hälfte und neue Rekorde
Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Jonathan Burkardt und Can Uzun, die maßgeblich an der Torflut beteiligt waren. Burkardt eröffnete den Torreigen bereits in der 4. Minute und erzielte insgesamt drei Treffer. Zudem bereitete er zwei weitere Tore vor. Uzun zeigte ebenfalls eine starke Frühform mit zwei Toren in der 34. und 36. Minute sowie zwei Vorlagen.
Die Eintracht ging mit einer 10:0-Führung in die Halbzeitpause, was einen historischen Bestwert für den Verein in einem Pflichtspiel darstellt. Neben Burkardt und Uzun trugen sich auch Robin Koch (4. Minute), Ayoube Amaimouni (17. Minute), Elias Baum (44. Minute), Younes Ebnoutalib (45.+1 Minute) und Mario Götze (45.+4 Minute) in der ersten Hälfte in die Torschützenliste ein. Diese beeindruckende Halbzeitführung hatte es zuvor noch nie im DFB-Pokal gegeben, der bisherige Halbzeit-Bestwert lag bei einem 10:1.
Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Spielgeschehen etwas. Lediglich Farès Chaïbi (87. Minute) traf in der zweiten Halbzeit. Trotzdem reichte das 11:0 für den Rekordsieg im DFB-Pokal. Die Frankfurter stellten damit ihren Torrekord in einem Pflichtspiel ein, ein Ergebnis, das ihnen zuvor nur in der Oberliga Süd in den Jahren 1959 (gegen Bayern Hof) und 1961 (gegen Jahn Regensburg) gelungen war.
Ausblick auf die kommenden Aufgaben
Torwart Kaua Santos und die Abwehr der Eintracht blieben in dieser Partie ohne Gegentor, was eine weitere positive Nachricht für das Team darstellt. Die Eintracht trat ohne die angeschlagenen Hugo Larsson und Ritsu Doan an, die beide muskuläre Beschwerden hatten. Auch die aus dem Kader gestrichenen Verkaufskandidaten Arthur Theate und Elye Wahi waren nicht dabei, was jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Spiel hatte.
Der sportliche Wert dieses Spiels aus Sicht der Eintracht wurde als überschaubar eingeschätzt, da die Überlegenheit zu groß war. Dennoch konnten einzelne Spieler wie Burkardt und Uzun ihre gute Form unter Beweis stellen. Die nächste ernsthafte Herausforderung für die Eintracht steht am kommenden Samstag um 15.30 Uhr an, wenn der Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin ansteht. Die Auslosung für die zweite Pokalrunde ist für den 6. September terminiert, und die Spiele der zweiten Runde finden am 27. und 28. Oktober statt.
Obwohl der 11:0-Sieg einen Vereinsrekord im DFB-Pokal darstellt, reicht er nicht für einen Eintrag in die bundesweiten Geschichtsbücher des Wettbewerbs. Der Rekord für den höchsten Sieg im DFB-Pokal wird weiterhin vom FC Bayern gehalten, der 1997 mit 16:1 gegen DJK Waldberg gewann. Die Stuttgarter Kickers besiegten 1941 den VfB Knielingen mit 17:0, damals hieß der Wettbewerb noch Tschammer-Pokal.
Source: bild.de