Evenepoel festigt zweiten Gesamtrang bei der Tour de France, Carapaz siegt in Alpe d’Huez

Evenepoel überzeugt im Hochgebirge
Remco Evenepoel von Red-Bull-Bora-Hansgrohe hat auf der vorletzten Etappe der Tour de France seinen zweiten Gesamtrang gefestigt. Der Belgier zeigte im Hochgebirge, insbesondere auf der Etappe über den Col du Galibier, neue Qualitäten. Er konnte in der Favoritengruppe mithalten und hatte am Ende der extrem schweren Etappe noch Reserven, um die Ausreißer zu verfolgen. Evenepoel wirkte auf den drei Alpenetappen frischer als viele seiner Konkurrenten und unterstrich, dass er der zweitbeste verbliebene Fahrer im Rennen war.
Sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck hob die Konstanz des Zeitfahr-Weltmeisters hervor. Teamchef Ralph Denk zeigte sich stolz auf Evenepoels Entwicklung und den wichtigen Schritt in seiner Karriere. Evenepoel selbst äußerte sich ironisch zu früheren Zweifeln an seinen Fähigkeiten im Hochgebirge und verwies auf seine Erfolge, darunter einen dritten Platz vor zwei Jahren, den aktuellen zweiten Platz und einen Sieg bei der Spanien-Rundfahrt.
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Auf der Königsetappe, die über 5600 Höhenmeter führte, belegte Evenepoel mit 26 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Dies geschah auch, weil Tadej Pogacar, der bereits seinem fünften Gesamtsieg entgegenfährt, bei seinem Teamkollegen Isaac del Toro blieb und diesen in Richtung Ziel zog. Evenepoel hatte in diesem Jahr bereits zwei Etappen gewonnen und strebt am Sonntag seinen dritten Etappensieg bei der 113. Tour in Paris an, wo er 2024 Olympiasieger wurde.
Nachwuchstalent Seixas und Kletterkönig Carapaz
Der junge Paul Seixas, der jüngste Teilnehmer der Tour seit 1937, zeigte auf seiner ersten dreiwöchigen Rundfahrt ebenfalls eine bemerkenswerte Leistung. Obwohl er am letzten Berg der Tour zu schwächeln begann, bewies er auf den mythischen Pässen seine herausragenden Qualitäten. Seixas wollte nicht nur seinen vierten Platz absichern, sondern kämpfte um einen Podiumsplatz. Er verlor 1:50 Minuten auf das UAE-Duo und der Abstand im Gesamtklassement wuchs auf 2:14 Minuten an.
Richard Carapaz gewann die Königsetappe nach einigen beherzten Attacken in den Alpen und sicherte sich das Bergtrikot. Der Ecuadorianer war Teil einer Ausreißergruppe auf der 20. Etappe über den Col du Galibier nach Alpe d’Huez. Carapaz investierte viel, um seine Führung in der Bergwertung zu verteidigen, und attackierte bereits mehrere Kilometer vor den Bergwertungen aus der Spitzengruppe heraus. Er war auf jeder der drei Alpenetappen in der Spitzengruppe und wurde von seinem EF-Team unterstützt.


Carapaz zeigte Kampfgeist, Erfahrung und Sturheit, was ihm große Erfolge einbrachte. Er äußerte sich sehr stolz über die zwei Etappensiege und das Bergtrikot. Die Positionen im Gesamtklassement sind vor der Schlussetappe nach Paris weitgehend festgelegt. Pogacar liegt 6:26 Minuten vor Evenepoel, und del Toro ist Dritter mit 9:42 Minuten Rückstand. Die letzte Etappe der Tour de France am Sonntag wird aufgrund von Waldbränden um 44 Kilometer auf 89 Kilometer verkürzt.
Die Entscheidung zur Verkürzung der Strecke wurde vom französischen Innenministerium getroffen, um Sicherheitskräfte zur Unterstützung in den von Bränden betroffenen Regionen, insbesondere in der Gironde nahe Bordeaux, abzuziehen.
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Source: eurosport.de