Hoeneß äußert sich zu Gerüchten um Bayern-Offensivtrio

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich entschieden gegen die Spekulationen um mögliche Verkäufe der Topstars Michael Olise, Luis Díaz und Harry Kane ausgesprochen. Hoeneß betonte, dass ein Verkauf dieser Spieler für den Verein nicht infrage kommt, selbst wenn hohe Ablösesummen im Gespräch wären.
Der 74-Jährige äußerte sich in Rottach-Egern zu den anhaltenden Gerüchten. Er stellte klar, dass es für den FC Bayern keinen Sinn ergeben würde, Spieler zu verkaufen, für die der Verein erhebliche Summen investiert hat, um dann unsicher zu sein, ob neue Spieler die Erwartungen erfüllen können. Hoeneß fragte rhetorisch, ob man „bescheuert sein“ müsse, um solche Verkäufe in Betracht zu ziehen, wenn man 60 oder 70 Millionen ausgebe und vielleicht 120 Millionen erhalte, nur um dann anderen Spielern hinterherzurennen, deren Leistung noch ungewiss sei.
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Klares Bekenntnis zum Offensivtrio
Hoeneß bezeichnete das Offensivtrio bestehend aus Díaz, Kane und Olise als das „beste Trio auf der Welt“. Er unterstrich die glückliche Lage des Vereins, solche Ausnahmespieler in seinen Reihen zu haben. Für ihn sei es undenkbar, auch nur über einen Verkauf nachzudenken. Er meinte, man müsse „mit dem Klingelbeutel geschlagen sein“, wenn man solche Überlegungen anstellen würde.
Besonders die Gerüchte um den französischen Flügelspieler Olise und einen möglichen Wechsel zu Real Madrid hatten in den Medien für Aufsehen gesorgt. Hoeneß reagierte darauf mit Humor und sagte, er habe sich „totgelacht“. Er verwies auf die Vertragslaufzeit von Olise, die noch drei Jahre beträgt, und erklärte, dass dies für ihn „überhaupt kein Thema“ sei. Er fügte hinzu: „Da könnte jetzt der Kaiser von China kommen“, um die Entschlossenheit des Vereins zu verdeutlichen, Olise nicht abzugeben.
Auch Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, äußerte sich zu den Gerüchten um Olise. Während der Weltmeisterschaft hatte Eberl Kontakt zu Olise. Er berichtete, dass die Spekulationen um einen Wechsel zu Real Madrid während des Turniers zugenommen hätten. Eberl gab Einblicke in seinen Austausch mit dem französischen Flügelspieler, der ihm sogar ein Foto mit Manu Koné geschickt hatte, den Eberl einst nach Gladbach geholt hatte.


Eberl und Olise sprachen auch über die Rückennummer des Spielers. Nach dem Abgang von Nicolas Jackson war die Rückennummer 11 beim FC Bayern frei geworden. Eberl fragte Olise, ob er diese Nummer künftig tragen wolle, wie er es bei der WM getan hatte. Olises Antwort war jedoch klar: Er möchte weiterhin die Nummer 17 behalten. Die Nummer 11 übernahm schließlich Neuzugang Nathaniel Brown, der von Eintracht Frankfurt zum Rekordmeister wechselte.
Die anhaltenden Gerüchte um einen Wechsel von Olise zu Real Madrid kommentierte Eberl gelassen. Er betonte, dass die Kommunikation mit Olise „völlig normal“ gewesen sei. Er erklärte, dass das „ganze Drumherum“ verständlich sei, da die WM stattfand und große Namen wie Bayern München und Real Madrid involviert waren, was „Umsatz macht“ und „Klicks gibt“. Eberl zeigte sich erleichtert, dass das Thema nun „hoffentlich fast weg ist“, da sowohl Real Madrid als auch der FC Bayern kommuniziert hätten, dass an den Gerüchten „überhaupt nichts dran ist“.
Kanes Zukunft in München
Auch zur Zukunft von Torjäger Harry Kane äußerte sich Hoeneß. Der FC Bayern ist bestrebt, den bis 2027 laufenden Vertrag mit dem englischen Nationalmannschaftskapitän zu verlängern. Hoeneß berichtete, dass er zwar nicht direkt mit Kane gesprochen habe, aber höre, dass dieser sich in München „super wohlfühlt“. Er fügte hinzu, dass sich der Verein auch mit Kane „super wohlfühlt“ und es „eigentlich keinen Grund“ gebe, warum er im nächsten Jahr gehen sollte. Hoeneß betonte, dass ihm zumindest keine Gründe bekannt seien.
Die Torquoten von Kane wurden als beeindruckend beschrieben, da er dreimal nacheinander Torschützenkönig wurde. Hoeneß lobte Kane als ein Vorbild in jeder Hinsicht, nicht nur als Torjäger und Spieler auf dem Platz, sondern auch als Persönlichkeit. Er hob hervor, dass die Stärke der Mannschaft darin liege, viele Persönlichkeiten zu haben. Sowohl Kane als auch Olise waren nach der WM noch im Urlaub und somit nicht im Trainingslager dabei.


Die klare Haltung von Hoeneß und Eberl zeigt die Entschlossenheit des FC Bayern, sein Offensivtrio zusammenzuhalten und die Gerüchte um Abgänge zu zerstreuen. Die Spieler Díaz, Kane und Olise sollen weiterhin eine zentrale Rolle in den Plänen des Vereins spielen.
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Source: sueddeutsche.de