Hoeneß äußert sich zu Infantino, WM-Plänen und Eberls Vertragsverlängerung

Sechs Knaller von Uli Hoeneß am Tegernsee! - BILD

Hoeneß äußert sich zu FIFA-Plänen und Eberls Zukunft

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, hat sich am Tegernsee zu verschiedenen aktuellen Themen geäußert. Seine Aussagen betrafen unter anderem die Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino bezüglich des Verkaufs von WM-Anteilen an Investoren sowie die Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl.

Hoeneß äußerte sich kritisch zu den FIFA-Plänen, Teile der kommerziellen Rechte an FIFA-Turnieren an Investoren zu verkaufen. Er betonte, dass er eine „spezielle, sehr starke Meinung“ dazu habe, die er jedoch noch nicht öffentlich machen wolle. Auf Nachfrage bestätigte er, dass seine Meinung „auf jeden Fall“ gegen Infantino gerichtet sei.

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Der FC Bayern-Ehrenpräsident sprach auch über einen möglichen Boykott der UEFA-Verbände, sollte der WM-Verkauf zustande kommen. Hoeneß ist der Ansicht, dass die Europäer die Stärke ihrer Position unterschätzen. Er erklärte, dass ein Wettbewerb ohne europäische Beteiligung bedeutungslos wäre und Infantino mit seinen Plänen nicht durchkommen werde, wenn die Europäer geschlossen handeln würden.

Die FIFA hat ihre Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) verteidigt, die externe Investoren anziehen soll. Der Weltverband betonte, dass der Fußball nicht verkauft werde und die FFE dazu dienen solle, allen Mitgliedsverbänden die Nutzung kommerzieller Chancen zu ermöglichen. Die UEFA hatte zuvor einen Boykott aller FIFA-Turniere angedroht, sollte die FIFA an ihren Investorenplänen festhalten. Auch der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband Concacaf lehnte die Pläne ab.

Hoeneß äußerte sich auch zur Situation um Max Eberl, dessen Vertrag beim FC Bayern bis 2027 läuft. Er entschuldigte sich bei Eberl für ein Interview, in dem er die Chancen auf eine Vertragsverlängerung mit „60 zu 40“ beziffert hatte. Hoeneß gab an, dass er sich über seine eigene Naivität geärgert habe, da seine Aussagen vor dem DFB-Pokalfinale veröffentlicht wurden und Eberl dadurch nicht gut behandelt worden sei. Mittlerweile schätzt Hoeneß die Chancen auf eine Vertragsverlängerung auf „100 Prozent“ ein, was auf einen neuen Vertrag bis zur Jahreshauptversammlung im November hindeutet.

Kaderplanung und Transfergerüchte

Im Hinblick auf die Kaderplanung des FC Bayern sprach Hoeneß auch über die Wechselgerüchte um Michael Olise und Luis Díaz sowie die Vertragsverlängerung von Harry Kane.

Bezüglich Michael Olise, dessen Vertrag bis 2029 läuft, zeigte sich Hoeneß unbesorgt über Gerüchte um Real Madrid. Er betonte, dass ein Wechsel für ihn „überhaupt kein Thema“ sei und der Spieler nicht zum Verkauf stehe, selbst wenn „der Kaiser von China“ Interesse zeigen würde.

Auch bei Harry Kane geht Hoeneß von einer Vertragsverlängerung aus. Der Vertrag des Stürmers läuft am Ende der Saison aus. Hoeneß erklärte, dass Kane sich in München sehr wohlfühle und es keinen Grund gebe, warum er im nächsten Jahr den Verein verlassen sollte. Er lobte Kane als Vorbild, sowohl als Torschütze als auch als Persönlichkeit.

Ein Wechselverbot erteilte Hoeneß auch für Luis Díaz. Er äußerte sich zu den Verkaufsgerüchten und betonte, dass es unsinnig wäre, einen Spieler zu verkaufen, für den man 60 oder 70 Millionen Euro ausgegeben hat, um dann möglicherweise 120 Millionen Euro zu erhalten, nur um dann anderen Spielern hinterherzurennen, deren Leistung noch ungewiss sei. Hoeneß sieht mit Díaz, Kane und Olise das „beste Trio auf der Welt“ und erwähnte auch den Neuzugang Ismael Saibari als Ergänzung.

Die FIFA hatte ihren Mitgliedsverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um den Investorenplänen zuzustimmen.

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Source: bild.de

Clara Schmitt ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.