Stuttgart-Star Undav äußert sich zu WM-Hype und Klopp

Nach dem Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft und seinem Urlaub ist Deniz Undav (30) zum VfB Stuttgart zurückgekehrt. Im Trainingslager am Chiemsee äußerte sich der Spieler zu verschiedenen Themen, darunter der Hype um seine Person und die Erwartungen an den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp.
Undav sprach offen über die Zeit nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale. Es habe etwa eine Woche gedauert, bis er das Turnier mental verarbeitet hatte. In dieser Zeit habe er sich Szenarien überlegt, um die Gründe für das Ausscheiden zu verstehen. Danach konzentrierte er sich auf seinen Urlaub, um sich von der langen Saison zu erholen. Er beschrieb, wie sein Körper nach zwei Wochen einen Tiefpunkt erreichte, bevor er sich wieder erholte.
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Umgang mit dem Hype und die Rolle von Klopp
Der Stürmer des VfB Stuttgart reflektierte über den zunehmenden Hype um seine Person, der bereits vor der Weltmeisterschaft groß war. Er bemerkte, dass die Forderungen der Fans, ihn spielen zu sehen, immer stärker wurden. Videos vom Public Viewing, bei denen Fans seinen Namen riefen, hätten ihn sehr gefreut und ihm gezeigt, dass er etwas richtig gemacht habe. Trotz des enormen Interesses betonte Undav, dass es schwer sei, bei einem solchen Hype nicht abzuheben.
Er führte an, dass sein Alter von 30 Jahren ihm helfe, mit der Situation umzugehen. Er habe bereits frühere Hype-Phasen erlebt, die wieder abebbten. Er sei nun ein „alter Hase“ und könne mit dem Druck gut umgehen, was anders sein könnte, wenn er jünger wäre. Undav versicherte, dass er nicht arrogant werde und immer derselbe bleibe.
Bezüglich des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp äußerte Undav klare Erwartungen. Er erhoffe sich unter Klopp einen Aufschwung für die deutsche Nationalmannschaft. Der Trainerwechsel werde als Chance gesehen, da jeder Spieler sich neu beweisen müsse und eine andere Energie im Team spürbar sei. Undavs Ziel ist es, Leistung zu bringen, um weiterhin für die Nationalmannschaft berücksichtigt zu werden.
Der Stuttgarter Stürmer verglich den Wechsel auf der Bundestrainer-Position mit einem Trainerwechsel im Verein, der neue Energie und offene Karten für alle Spieler mit sich bringe. Er merkte an, dass es unter Klopp eine komplett andere Aufstellung geben könnte als unter dem vorherigen Bundestrainer. Die ersten Spiele unter Klopp in der Nations League sind für Ende September angesetzt, beginnend mit einem Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam am 24. September.
Transfers und die Bedeutung von Karazor
Deniz Undav sprach auch über die Transferaktivitäten des VfB Stuttgart. Ihm sei es egal, welche Spieler zum Team stoßen, solange sie Qualität mitbringen und die Mannschaft verbessern. Er erinnerte daran, dass der Kader vor zwei Jahren in der Breite noch nicht so gut besetzt gewesen sei. Angesichts einer möglichen Dreifachbelastung seien drei bis vier gute Stürmer notwendig. Nach seinem Kenntnisstand seien die Transferplanungen des Vereins noch nicht abgeschlossen.
Ein weiteres Thema war die Rolle von VfB-Kapitän Atakan Karazor. Undav verteidigte seinen Mannschaftskameraden gegen Kritik. Er hob hervor, dass Karazor in den letzten drei Jahren nur zwei schlechte Monate gehabt habe und ansonsten konstant gute Leistungen gezeigt habe. Undav betonte, dass Karazor auf dem Platz Dinge leiste, die von außen oft nicht wahrgenommen würden, wie das Vorangehen, das Antreiben der Mannschaft und das Freimachen von Räumen für andere Spieler. Er hob hervor, dass Karazor ein sehr guter Spieler sei, dessen Beitrag über bloße Passgenauigkeit hinausgehe.
Das WM-Aus, bei dem Deutschland im Elfmeterschießen gegen Paraguay ausschied, beschäftigte Undav nach eigenen Angaben rund eine Woche.
Source: bild.de