Zwei deutsche Alternativen für die FIFA-Präsidentschaft vorgeschlagen

Kritik an der FIFA-Führung
Der Weltfußballverband FIFA hat Kritiker seines Präsidenten Gianni Infantino gewarnt. In einer Stellungnahme erklärte der Verband, dass einige Akteure gezielt versuchen würden, die FIFA und ihren Präsidenten zu schwächen. Die FIFA betonte, dass sie unzutreffenden oder irreführenden Berichten umgehend und energisch entgegentreten werde. Es wurde darauf hingewiesen, dass Spekulationen nicht als Tatsachen dargestellt werden sollten.
Die FIFA machte in ihrer Stellungnahme keine konkreten Angaben zu den gemeinten Berichten oder Akteuren. Es wurde lediglich erwähnt, dass in der jüngsten Berichterstattung unbelegte Behauptungen und nachweislich falsche Aussagen über den Verband und seinen Präsidenten verbreitet worden seien. Der Fokus liege weiterhin darauf, den Verband zu stärken und den Fußball „wirklich global zu machen“.
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Infantino, der bisher der einzige Kandidat für die Wiederwahl im März 2027 ist, steht seit der Vorstellung eines zurückgezogenen Investorenplans in der Kritik. Aus Europa wurden Rücktrittsforderungen laut, und die UEFA hält an einer möglichen WM-Boykottdrohung fest. Im Gegensatz dazu stellten sich mehrere Mitglieder des südamerikanischen Kontinentalverbandes CONMEBOL sowie der afrikanische Kontinentalverband CAF hinter Infantino. Die Nationalverbände von England, Schweden, Wales und Serbien entzogen ihm hingegen ihre Unterstützung.
Zuletzt gab es neue Anschuldigungen gegen Infantino. Während seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär von 2009 bis 2016 soll er eine Abfindung in sechsstelliger Höhe für eine enge Mitarbeiterin ausgehandelt und die Gebühren für ein Studium finanziert haben. Die UEFA bestätigte eine Zahlung auf Nachfrage.
Deutsche Kandidaten für die FIFA-Spitze
Angesichts der anhaltenden Diskussionen um die Führung des Weltfußballs werden Überlegungen zu potenziellen Nachfolgern angestellt. Eine Idee ist, einen ehemaligen Weltklassefußballer an die Spitze des Weltfußballverbands zu setzen. Als mögliche Kandidaten aus Deutschland werden Philipp Lahm und Oliver Kahn genannt.
Philipp Lahm, ein Weltmeister, kennt die Funktionärswelt und hat die EM 2024 erfolgreich organisiert. Oliver Kahn, der ehemalige Bayern-Boss, ist mit dem Wirtschaftsleben vertraut und sucht nach anspruchsvollen Aufgaben im Fußball. Die FIFA-Präsidentschaft wird als eine „titanische“ Aufgabe beschrieben.
Ein weiterer Name, der als Topkandidat für die FIFA-Präsidentschaft ins Spiel gebracht wird, ist David Beckham. Er wird als globale Persönlichkeit mit positivem Image und erfolgreicher unternehmerischer Tätigkeit beschrieben, der finanziell unabhängig ist. Die UEFA könnte ihn zumindest in Betracht ziehen.
Die 2. Liga in Deutschland wird als „knallig“ beschrieben, auch wenn sie nach den Abgängen des HSV, Köln und Schalke nicht mehr als die „tollste aller Zeiten“ gilt. In vier Samstagnachmittagsspielen wurden 21 Tore erzielt, was einem Durchschnitt von 5,25 Toren pro Spiel entspricht. Der VfL Bochum verlor sein Spiel gegen Hertha mit 0:1.
Leon Goretzka, der derzeit vertragslos ist und erfolglos mit Juventus Turin verhandelt, könnte möglicherweise zu seinem Heimatverein VfL Bochum zurückkehren.
Forderungen nach Infantinos Rücktritt
Wolfram Weimer, Kultur- und Medienstaatsminister, hat als erstes Mitglied der Bundesregierung den Rücktritt von Gianni Infantino gefordert. Weimer erklärte, Infantino habe dem Weltfußball durch einen geplanten Ausverkauf der WM schweren Schaden zugefügt und das Vertrauen der europäischen Fußballgemeinschaft verloren. Er sollte sich im kommenden Jahr nicht mehr zur Wiederwahl stellen.
Infantino hatte versucht, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, stoppte diese Pläne jedoch unter Druck, insbesondere von der UEFA. Weimer betonte, dass Fußball ein Kulturgut für alle sei und keine Spekulationsware. Er forderte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) „aktiven Widerstand“ gegen Infantino, da der DFB mit seinen 24.000 Vereinen und acht Millionen Mitgliedern der größte Sportverband der Welt sei und seine Stimme Gewicht habe. Die UEFA hat ihre Boykottdrohung auch nach dem Aus des Investorendeals aufrechterhalten.
Weimer kritisierte auch „Hinterzimmer-Methoden“ in der Führung des Weltverbandes. Es müsse aufgeklärt werden, wie es bei der WM zur Aussetzung der Rotsperre für den US-Fußballer Folarin Balogun kam und ob ein Anruf des US-Präsidenten dabei eine Rolle gespielt habe. Fußball gehöre allen und sei ein demokratisches Gemein- und Kulturgut, das auf Offenheit, Mitmachen, Respekt und Fairness basiere.
Die FIFA verteidigte ihren Präsidenten und erklärte, dass sie keinerlei Verfahren im Zusammenhang mit der Wahl des FIFA-Präsidenten unterstützen werde, die im Widerspruch zu den FIFA-Statuten, demokratischen Verfahren und dem etablierten Governance-Rahmen stehen. Infantino sei demokratisch gewählt worden.
Source: bild.de