Vollering erobert Gelbes Trikot bei Tour de France Femmes, Niedermaier verteidigt Weiß

Aldag: “Die Rampe war dann so zehn Meter zu lang “

Auf der vorletzten Etappe der Tour de France Femmes 2026 hat Demi Vollering (FDJ United – Suez) das Gelbe Trikot übernommen. Die niederländische Fahrerin setzte sich auf dem achten Teilstück durch und geht nun mit einem Vorsprung von acht Sekunden in das Finale in Nizza. Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon – SRAM), die das Gelbe Trikot am Vortag erobert hatte, belegt nun den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Vollering griff knapp sechs Kilometer vor dem Ziel an einer Rampe an und distanzierte ihre Konkurrentinnen. Sie überquerte die Ziellinie 17 Sekunden vor Elisa Longo Borghini (UAE – L’IMAD) und Niewiadoma-Phinney. Rolf Aldag, Sportlicher Leiter bei Canyon – SRAM, bemerkte, dass die Rampe möglicherweise „zehn Meter zu lang“ gewesen sei, um Vollering aufzuhalten.

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Spannung vor dem Finale und Niedermaiers Erfolg

Das Finale der Tour de France Femmes verspricht einen spannenden Kampf um Sekunden. Vollering äußerte sich nach ihrem Sieg und betonte, dass am letzten Tag noch alles passieren könne, aber ihr Team alles versuchen werde, um das Gelbe Trikot zu verteidigen. Lars Boom, Sportdirektor bei FDJ United – Suez, sprach von einer perfekten Etappe für sein Team, bei der alle Fahrerinnen bis zur Erschöpfung alles gegeben hätten.

Die deutsche Fahrerin Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM) aus Rosenheim belegte auf der Etappe den elften Platz mit einem Rückstand von 38 Sekunden. Sie verteidigte damit erfolgreich das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin und liegt zudem auf einem starken fünften Gesamtrang. Niedermaier, die bereits 2023 und 2024 U23-Weltmeisterin im Zeitfahren wurde, gilt als eine der größten deutschen Hoffnungen im Radsport.

Antonia Niedermaier greift nach dem Gewinn der Nachwuchswertung bei der Tour de France Femmes 2026
Antonia Niedermaier greift nach dem Gewinn der Nachwuchswertung bei der Tour de France Femmes 2026 Credit: br.de

Niewiadoma-Phinney zeigte sich nach dem Rennen verärgert über eine Situation am letzten Anstieg, bei der sie nach eigenen Angaben absichtlich in die Bande gedrängt wurde. Sie betonte jedoch, dass das Team weiterhin das Ziel habe, das Gelbe Trikot zu gewinnen, und man sich nun besprechen müsse, um einen Plan für die morgige Etappe zu entwickeln. Ronny Lauke, Teamchef bei Canyon – SRAM, bestätigte, dass es am letzten Anstieg eine Situation gab, in der eine Helferin der gegnerischen Mannschaft versucht habe, Kasia aus dem Rennen zu nehmen.

Reaktionen und Ausblick

Weitere Fahrerinnen äußerten sich zur Härte der bisherigen Tour. Kim Le Court (AG Insurance – Soudal), die Vierte wurde, beschrieb den vorletzten Berg als einen dreiminütigen Sprint und die letzte Mauer als einen Kampf jeder gegen sich selbst. Linda Riedmann (Lotto – Intermarché) sprach von müden Beinen, obwohl die Etappe im zweiten Teil flacher war.

Die Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot musste vor der achten Etappe aufgrund von Unwohlsein aufgeben. Sie lag zu diesem Zeitpunkt mit fast 15 Minuten Rückstand auf Platz 14 der Gesamtwertung. Die letzte Etappe am Sonntag über 99,2 Kilometer mit Start und Ziel in Nizza wird die Entscheidung über den Gesamtsieg bringen.

Antonia Niedermaier äußerte sich optimistisch und sagte zu Kasia Niewiadoma-Phinney, dass noch nichts vorbei sei und sie superstark sei. Sie freut sich auf die letzte Etappe und darauf, nächste Woche am See entspannen zu können.

Source: radsport-news.com

Clara Schmitt ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.