Zinédine Zidane übernimmt französische Nationalmannschaft

Zidane tritt Amt an
Zinédine Zidane wird neuer Trainer der französischen Nationalmannschaft. Der Französische Fußballverband FFF gab bekannt, dass Zidane einen Vertrag bis 2030 unterschrieben hat. Er tritt sein Amt am 1. August an und wird sein Debüt als Nationaltrainer am 25. September in der Nations League in der Türkei geben.
Zidane äußerte sich zu seiner neuen Rolle: „Es gibt nichts Größeres als die französische Nationalmannschaft. Es ist daher eine Freude und natürlich eine große Ehre, Trainer dieser französischen Nationalmannschaft zu werden.“ Er betonte auch, dass dies eine große Verantwortung sei und er „große Ambitionen“ habe.
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Die offizielle Verkündung am 28. Juli war ein Ereignis, das seit Wochen erwartet wurde. Erste Gespräche fanden im Februar 2025 statt, und eine mündliche Einigung zwischen Zidane und dem Verband wurde bereits im vergangenen November erzielt. Trotz Angeboten von internationalen Top-Klubs, darunter Real Madrid, hatte die französische Nationalmannschaft für Zidane stets Priorität.
Nachfolge von Didier Deschamps
Zidane tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an, der die Mannschaft 14 Jahre lang trainiert hatte. Deschamps legte sein Amt nach der WM 2026 nieder, nachdem er in 187 Spielen an der Seitenlinie stand. Zidane und Deschamps spielten einst gemeinsam in der Nationalmannschaft.
Zidane galt bereits seit Längerem als Favorit für diese Position. Als Nationalspieler gewann er mit der französischen Elf die WM 1998 und die EM 2000. Bis Mai 2021 war er Trainer von Real Madrid.
Robert Pirès, der 1998 an der Seite von Zidane Weltmeister wurde, zeigte sich erfreut über die Ernennung: „Dass Zinédine für die nächsten vier Jahre die französische Nationalmannschaft übernimmt, ist eine fantastische Nachricht.“ Pirès ist überzeugt, dass Zidanes Energie und Gier dazu führen werden, dass Spieler wie Kylian Mbappé und Co. weiterhin international eine führende Rolle spielen werden.
Emmanuel Petit, ebenfalls Weltmeister von 1998, äußerte sich ebenfalls positiv. Er glaubt nicht, dass das Erbe von Deschamps, der die Mannschaft unter anderem zum Weltmeistertitel 2018 und ins WM-Finale 2022 führte, zu schwer wiegt. Petit sagte: „Alles, was Zizou anfasst, verwandelt sich in Gold.“
Erwartungen und Teamzusammenstellung
Zidanes Vorstellung in Paris bezeichnete er als „den bisher schönsten Tag in meiner Trainer-Laufbahn“. Seine ehemaligen Weggefährten feiern seine Ernennung. Petit betonte, dass Zidane durch sein Charisma und seine Ausstrahlung die Fähigkeit besitze, die Spieler zu motivieren. „Er ist nach wie vor die Ikone eines ganzen Landes. Er ist niemand, der besonders viel redet, aber wenn er spricht, dringt er in die Köpfe der Spieler ein. Er wird alle mitreißen, davon bin ich fest überzeugt.“
Pirès hob ebenfalls Zidanes hohes Ansehen bei den Anhängern der Nationalmannschaft hervor. Er erwartet, dass Zidane trotz bevorstehender schwieriger Spiele in der Nations League gegen Italien, Belgien und die Türkei, durch seine Ausstrahlung das Team weiterentwickeln und für positive Schlagzeilen sorgen wird.
Berichten zufolge wird Zidane nicht alleine arbeiten, sondern ein großes Team mitbringen. Es wird erwartet, dass er weitreichende Freiheiten bei der Zusammenstellung seines Stabes erhalten wird, um die Struktur nach seinen eigenen Vorstellungen aufzubauen, ohne dass der Verband ihm eine bestimmte Organisationsform vorschreibt.
Ein Mitglied aus Didier Deschamps’ Team scherzte, dass nach dem Trainerwechsel viele Mitarbeiter des alten Stabes ohne Aufgabe sein könnten. Dies deutet auf einen umfassenden Umbruch im Umfeld der Nationalmannschaft hin. Die Medienresonanz auf Zidanes Ernennung war groß, mit 120 Journalisten, die beim französischen Verband akkreditiert waren. Deschamps hatte während seiner Amtszeit zwischen August 2012 und Juli 2026 keine vergleichbar große mediale Aufmerksamkeit erhalten.
Petit ist zuversichtlich, dass Zidane, der bereits bei Real Madrid als herausragender Trainer agierte, die französische Nationalmannschaft in den kommenden Jahren weiterhin eine führende Rolle spielen lassen wird, auch dank der aktuellen Spielergeneration.
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Source: sportbild.bild.de