Montreal: Alexander Zverev scheidet überraschend in erster Runde aus

Alexander Zverev: Überraschendes Aus in Montreal gegen die Nummer 69 - BILD

Beim Masters-Turnier in Montreal ist Alexander Zverev in seinem ersten Match ausgeschieden. Der an Nummer 1 gesetzte Spieler unterlag dem Niederländer Tallon Griekspoor in drei Sätzen mit 7:6, 2:6, 4:6. Für Zverev, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, stellt dies einen Rückschlag im Kampf um die Spitzenposition in der Weltrangliste dar.

Nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open in Paris war das Erreichen des Spitzenplatzes ein erklärtes Ziel. Eine starke Leistung bei Turnieren ist dafür unerlässlich, besonders wenn die aktuelle Nummer 1, Jannik Sinner, wie in Montreal nicht am Start ist. Sinner liegt über 5000 Punkte vor dem Olympiasieger von 2021.

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Verlauf des Matches in Montreal

Der erste Satz des Matches war hart umkämpft, wobei sich Alexander Zverev erst im Tiebreak mit 7:3 durchsetzen konnte. Zuvor brachten beide Spieler ihre Aufschlagspiele durch. Im zweiten Durchgang verlor Zverev jedoch seinen Rhythmus. Dem Paris-Champion gelang kaum noch etwas, und er musste seinen Aufschlag gleich zweimal abgeben, was zu einem 2:6 führte. Seine Freundin Sophia Thomalla verfolgte das Geschehen in der Box.

Auch im entscheidenden dritten Satz geriet Zverev früh mit einem Break in Rückstand. Beim Stand von 2:3 aus seiner Sicht wurde die Partie kurzzeitig unterbrochen, da ein Zuschauer auf der Tribüne gestürzt war und medizinische Hilfe benötigte. Nach der Unterbrechung schien Zverev besser ins Spiel zu finden und konnte sich zum 4:4 sein erstes Break im Match sichern. Dies war jedoch nur ein kurzes Hoch.

Unmittelbar danach musste er seinen Service erneut abgeben. Tallon Griekspoor verwandelte nach einer Spielzeit von 2 Stunden und 34 Minuten seinen ersten Matchball. Die letzten vier Begegnungen gegen Griekspoor hatte Zverev zuvor gewonnen. Es war die dritte Niederlage für den Deutschen im zwölften Vergleich mit dem Niederländer.

Griekspoors dominante Leistung

Tallon Griekspoor drehte die Partie nach einem Satzrückstand eindrucksvoll. Nach dem verlorenen ersten Durchgang fand der Niederländer immer besser ins Match. Er agierte mutiger von der Grundlinie und übernahm im zweiten Satz klar die Kontrolle. Im Entscheidungssatz verschaffte er sich früh ein Break. Obwohl er wenig später das Re-Break zum 4:4 hinnehmen musste, zeigte er sich unbeeindruckt und holte sich das Break sofort wieder zurück. Diese schnelle Antwort auf den Ausgleich war entscheidend für seinen Sieg.

Griekspoor hielt den Druck hoch und ließ Zverev danach nicht mehr ins Match zurückkommen. Eine auffällige Statistik war, dass Zverev über die gesamte Partie hinweg nur einen einzigen Breakball erhielt, was die starke Aufschlagleistung und die Konstanz von Griekspoor in den entscheidenden Momenten unterstreicht. Griekspoor servierte clever nach außen und spielte den Ball danach druckvoll in die freie Ecke. Er profitierte auch davon, dass Zverev Probleme beim Return hatte und oft nur planlos auf die andere Seite spielte.

Die Unterbrechung aufgrund des medizinischen Notfalls eines Zuschauers schien Griekspoor nicht zu beeinflussen. Er bestätigte sein Break problemlos und hielt sein Aufschlagspiel ohne Punktverlust. Zverev hingegen startete auch in sein eigenes Aufschlagspiel mit Problemen, unter anderem mit einem Doppelfehler. Griekspoor nutzte einen zu kurzen Return eiskalt aus, sodass Zverev nicht an den Ball kam.

Ausblick für Zverev

Für Alexander Zverev bedeutet diese enttäuschende Leistung in Montreal einen Verlust von 350 Punkten, da er im Vorjahr das Halbfinale erreicht hatte. Die Temperaturen lagen während des Matches bei etwa 30 Grad. Nach diesem frühen Ausscheiden steht für Zverev nun ein weiteres Vorbereitungsturnier auf die US Open an. Er wird ab dem 15. August in Cincinnati aufschlagen, ebenfalls ein Masters-Turnier, bevor die US Open am 30. August beginnen.

Source: bild.de

Simon Vogel ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.